Statt-Reisen bietet wieder Führungen an

Nachtwächter kehren auf die Straße zurück

Auf den Spuren der Ermittler Wilsberg, Thiel und Boerne, oder mit dem Nachtwächter durchs dunkle Münster: Über ein halbes Jahr konnte Statt-Reisen seinen Kunden diese mittlerweile legendären Rundgänge nicht mehr anbieten. Doch an diesem Wochenende geht es wieder los – und auf Masematte-Fans wartet am Sonntag (13. Juni) gleich einmal ein ganz besonderer Stadtteilbesuch.

Nachtwächter Patrick sorgt ab sofort wieder dafür, dass die Menschen in Münster ruhig schlafen können. Foto: pd

Ab Samstag (12. Juni) bietet Statt-Reisen im Rahmen der „Münsterschen Stadtspaziergänge und Radtouren“ wieder Stadtführungen an. Nach über einem halben Jahr Pause wird also zum Beispiel auf den Spuren Wilsbergs oder des Münster-Tatorts gewandelt. Und die Menschen in Münster können auch wieder ruhig schlafen: „Wir Nachtwächter sind auf den nächtlichen Straßen und Plätzen der Stadt unterwegs, um für die Sicherheit zu sorgen“, so Nachtwächter Patrick.

„Wir sind froh, dass wir nach so langer Pause mit unseren Programmen loslegen können“, freut sich Thomas Holz von Statt-Reisen in einer Pressemitteilung. Und mit diesen drei Rundgängen geht es am Wochenende los:

Deutschlands Krimihauptstadt entdecken

Am Samstag um 16 Uhr bietet Statt-Reisen die Führung „Krimistadt Münster“ an, die über Wilsberg, den ARD-Tatort und wahre Verbrechen berichtet. Die Führung begleitet Krimifans durch die Stadt, die sich für viele zur heimlichen Krimihauptstadt Deutschlands mausert, spürt legendären Fällen nach und verfolgt an Original-Drehorten den Weg, wie sich Münster zur beliebten TV-Stadt entwickelte. Treffpunkt ist am Hauptportal der Stadtbibliothek am Alten Steinweg.

Ebenfalls am Samstag bietet Statt-Reisen um 21.30 Uhr einen eineinhalbstündigen Rundgang mit dem Nachtwächter an. Im Laternenschein erzählt er von seiner täglichen Arbeit sowie vom Leben und Treiben zwischen Domburg und Stadtmauer. Er berichtet von reichen Kaufleuten und schmutzigen Gassen, vom regen Markttreiben und bischöflicher Macht, vom Gruetbier und weltlicher Gerichtsbarkeit - und nicht zuletzt von seinem „Kollegen“, dem Türmer. Treffpunkt ist im Rathausinnenhof („Platz des Westfälischen Friedens“) an den Chillida-Bänken.

Alltag in „Klein-Muffi“ auf Masematte

Am Sonntag (13. Juni) schließlich beginnt um 14 Uhr ein Stadtteilrundgang durch das Herz-Jesu-Viertel – bei vielen Münsteranern eher bekannt als „Klein Muffi“ – an: „Klein-Muffi: Mochum ist kochum“. Entlang der alten Wolbecker Chaussee ließen sich im 19. Jahrhundert zunächst Handwerker, Kleinbürger und Tagelöhner und ab 1900 Hafenarbeiter mit ihren Familien nieder, die ein unverwechselbares Stadtviertel schufen, das in Münster seinesgleichen suchte. In den Straßen wurde die raue Masematte gesprochen und nicht selten am Wochenende, beim sogenannten Lohntütenball, der gesamte Wochenlohn „verschnaselt“. Ein idealer Nährboden für viele über die Jahre aufgespürte, heiter-deftige Alltagsgeschichten, die bei diesem unterhaltsamen Rundgang abwechselnd in Hochdeutsch und Masematte zum Besten gegeben werden. Treffpunkt ist an der Herz-Jesu-Kirche an der Wolbecker Straße.

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