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Bündnis „Klimaentscheid Münster“

Neue Ideen für die Klimaneutralität

Münster

Klima first! Das Bündnis „KlimaEntscheid Münster“ hat am Mittwoch vor der Ratssitzung vor der Halle Münsterland Ideen dazu vorgestellt, wie das Erreichen der Klimaneutralität bis 2030 zu schaffen ist. Aufhänger war die Konzeptstudie, die gute, aber auch schlechte Nachrichten parat hält.

Von Pjer Biederstädt

Mitglieder des Bündnisses „Klimaentscheid Münster“ luden vor der Ratssitzung zum Gespräch ein. Foto: Pjer Biederstädt

Das von 36 Umwelt- und Klimagruppen getragene Bündnis „Klimaentscheid Münster“ hat am Mittwoch vor der Ratssitzung Ideen vorgestellt, wie das vom Rat 2019 beschlossene Ziel der Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen ist.

Bezug nahm die Gruppe dabei auf die Konzeptstudie „Münster Klimaneutralität 2030“, die im Stadtgremium auf der Tagesordnung stand.

Die Verwaltung ist spät dran

Während einer Presserunde vor der Halle Münsterland erklärte Christian Ladleif von „Parents for Future“, dass es zwar eine „schöne Studie“ sei, man aber eigentlich schon viel weiter sein müsste. Der Rat habe die Verwaltung damit beauftragt, bereits jetzt einen Maßnahmen-Projektplan vorzulegen. „Der Beschluss des Rates wurde von der Verwaltung ignoriert“, sagte Ladleif. Aus der Studie müssten noch die Schlüsse gezogen werden, der Maßnahmenplan zum Erreichen der Klimaziele werde wohl erst im nächsten Jahr verabschiedet, so Ladleif.

Das Bündnis "KlimaEntscheid Münster" hat am Mittwoch vor der Ratssitzung daran erinnert, dass jetzt gehandelt werden muss, wenn das Ziel der Klimaneutralität 2030 erreicht werden soll. Foto: Pjer Biederstädt

Die Studie nennt die Herausforderungen für den Klimaschutz und zeigt Pfade zur Klimaneutralität in den Sektoren „Bauen und Sanieren“, „Arbeiten und Wirtschaften“, „Energieversorgung und Erneuerbare Energien“ und „Mobilität“ auf.

Breite Bürgerbeteiligung durch Bürgerrat

Die gute Nachricht: Es ist zu schaffen. Die schlechte: Es braucht Verzicht und die Zeit drängt.

Deshalb hat das Klimabündnis die Handlungsvorschläge der Studie um weitere ergänzt. Beispiel: Die Experten raten dazu, die Bevölkerung bei dem Prozess mitzunehmen. Mindestens ein Viertel der Bevölkerung muss demnach striktes klimaneutrales Verhalten vorleben. Ilka Dönhoff vom Bündnis reicht das nicht. Über einen Bürgerrat – eine Form der Bürgerbeteiligung, die unverbindlich Vorschläge für die Politik erarbeitet – sollen mehr Menschen als Multiplikatoren gewonnen werden, damit klimafreundliches Verhalten in der Gesellschaft verankert wird, so ihr Vorschlag.

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