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„VielSicht“ im Schlossgarten

Neues Festival für Münster

Münster

Neu in Münster: Die Premiere des „VielSicht“-Festivals steigt am 7. Mai im Schlossgarten. Das kostenlose Tagesfestival hat nicht nur Musik, sondern auch Fotografie, Bildhauerei, Keramikkunst, Malerei im Programm. Und ein ungewöhnliches Konzept.

Von Pjer Biederstädt

Sängerin Lara Meïmouna Mbaye (v.l.), Goldschmied und Designer Johannes Riedel, Singer-Songwriterin Lia und DJ Baronski sind unter anderen als Künstlerinnen und Künstler bei der Premiere des „Vielsicht“-Festivals im Schlossgarten dabei. Foto: Florian Roy (3), Pjer Biederstädt

Der Festivalkalender Münsters ist um einen Eintrag reicher: Am 7. Mai findet ab 16 Uhr im Schlossgarten zum ersten Mal das „VielSicht“-Festival statt. Der Eintritt zu dem Tagesfestival ist frei, das Konzept neu.

Eine Songwriterin, die zum ersten Mal ihr Stück mit anderen Musikern spielt. Eine Bildhauerin, die ihre Skulptur mit den Besuchern entstehen lässt. Ein Zeichner, der sich über die Schulter schauen lässt. Das Tagesfestival will Künstlerinnen und Künstler dazu animieren, ihre Komfortzone zu verlassen und den Schaffensprozess greifbar werden zu lassen.

Idee am Küchentisch

„Die einzelnen Acts sollen nicht nebeneinander stehen, sondern in einen Dialog untereinander und vor allem mit dem Publikum gehen“, erklärt Hendrik Hilgert. Er gehört zum „VielSicht“-Kollektiv – einer Gruppe Kulturschaffender, die die Idee zu dem Festival am Küchentisch entwickelt hat.

Auf der Bühne im Schlossgarten werden die Singer-Songwriterinnen Lia, Hannah Melea und Lara Meïmouna Mbaye sowie DJ Baronski mit handgemachten Songs auftreten. Neben der Musik gibt es Fotografie, Malerei, Keramik- und Goldschmiedekunst. „Sie werden vor allem die Produktions- und Schaffensprozesse ihrer Disziplinen erlebbar machen. Dem Publikum soll ermöglicht werden, selbst schaffend zu werden“, sagt Hilgert.

Picknick selbst mitbringen

Es gebe kein straffes Programm, so wie bei Festivals sonst üblich, sondern bewusst auch mal Pausen, um ins Gespräch kommen zu können. Dazu habe es einen nichtkommerziellen Charakter. „Wir streben eine Picknickatmosphäre an“, sagt Hilgert. Das ist nicht nur im übertragenen Sinne gemeint, sondern buchstäblich. Die Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, sich Decken, Snacks und Getränke mitzubringen. Eine Gastronomie wird es bei der ersten Auflage des „VielSicht“-Festivals nicht geben.

Geplant sind mindestens zwei weitere Termine in diesem Jahr. Einer im Sommer, der andere im Herbst. „Beim zweiten Mal wollen wir auch ein Programm für Kinder anbieten“, kündigt Hilgert an. Die erste Auflage richte sich an Menschen ab 16 Jahren.

Förderung von Stadt und Uni

Gefördert wird das Festival vom Kulturamt der Stadt und dem Kulturbüro der Uni Münster.

Einen Tag vor dem „VielSicht“-Festival am 6. Mai (18 Uhr) findet an gleicher Stelle die Hip-Hip-Session „Hello, my name is...“ mit Skuff Barbie sowie Teleluke und Melchior statt.

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