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SPD stellt neue Ratsanträge vor

Neues Gymnasium und mehr Sozialwohnungen

Münster

Die münsterische SPD-Ratsfraktion startet neue Initiativen zur Schulpolitik und zum Wohnungsbau. Der Fraktionschef Dr. Michael Jung sowie der Gremmendorfer SPD-Ratsherr Mathias Kersting stellten am Freitag zwei Ratsanträge vor, mit denen die SPD auf aktuelle Debatten Einfluss nehmen möchte.

Klaus Baumeister

Mathias Kersting plädiert für ein Gymnasium in Gremmendorf. Foto: Pat Roehring/SPD

In einem Antrag geht es um die Planung eines neuen Gymnasiums in Gremmendorf. Als zu prüfende Standorte werden eine Freifläche auf dem Gelände der York-Kaserne, eine Freifläche am Albersloher Weg / Ecke Heumannsweg, ein Grundstück im Bereich Schmitz-Kühlken sowie das Areal des umzugswilligen Unternehmens Westfalen AG an der Heidestraße genannt.

Wegen der wachsenden Bevölkerung und der Umstellung von acht auf neun Jahre Schulzeit an den Gymnasien hält die SPD eine Prüfung für erforderlich. Den Bau einer Gesamtschule in Gremmendorf fordert die SPD nicht. In dieser Frage habe sich die Fraktion bereits festgelegt, erklärte Michael Jung. Sie favorisiere den Ausbau der Sekundarschule in Roxel zur dritten städtischen Gesamtschule in Münster.

Mehr Sozialwohnungen

In einem zweiten Ratsantrag macht die SPD laut Mathias Kersting den Vorschlag, den Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen (Sozialwohnungen) deutlich zu steigern.

Auf dem Gelände der Oxford-Kaserne sollen 674 der insgesamt 1200 Wohnungen gefördert werden. 50 Sozialwohnungen würde in diesem Fall das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau beisteuern.

Pläne für die Kasernen

Für das Gelände der York-Kaserne in Gremmendorf schlägt die SPD 1080 Sozialwohnungen (davon 450 von der Wohn- und Stadtbau) bei einem Gesamtvolumen von 1800 Wohnungen vor.

Die Wohn- und Stadtbau hatte bereits vor Monaten ihre Zahlen bekanntgegeben. Das städtische Unternehmen will Ende 2020 mit den Bauarbeiten beginnen und profitiert unter anderem davon, dass der Bund als Verkäufer beim Grundstückspreis 25 000 Euro je Sozialwohnung als Nachlass gewährt.

Die Stadt hat andere Pläne

Da der Bund inzwischen die Zusage gemacht hat, dass dieser Rabatt auch für alle anderen Bauherrn gilt, drängt die SPD darauf, dass auch in den „freien“ Baufeldern eine Quote von 60 Prozent von geförderten Wohnungen vorgeschrieben wird.

Verärgert reagiert die SPD auf den Plan der Stadt Münster, für drei bis fünf Jahre das Grünflächenamt auf dem Gelände der York-Kaserne unterzubringen. Das widerspreche den wohnungspolitischen Zielen.

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