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Münster seit zehn Jahren „Fairtrade-Stadt“

„Note sehr gut, Hausaufgaben mit Bravour erledigt“

Münster

Münster ist erneut zur „Fairtrade-Stadt“ ernannt worden. Das wurde am Donnerstagabend im Erbdrostenhof gebührend gefeiert.

Von Laura Stein

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (v.r.), Bürgermeister Klaus Rosenau und der Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Münster, Michael Radau feierten im Erbdrostenhof mit interessiertem Publikum „Zehn Jahre Fairtrade-Stadt Münster“. Foto: Laura Stein

Die Stadt Münster ist zum zehnten Mal „Fairtrade-Stadt“ geworden. Dies wurde am Donnerstagabend mit einer Veranstaltung im Erbdrostenhof gefeiert. Neben Regierungspräsidentin Dorothee Feller hielt Bürgermeister Klaus Rosenau eine Laudatio auf die Steuerungsgruppe Münster. Aufgelockert wurde der Abend durch einen Auftritt der Improvisationstheatergruppe „Placebo“.

Der Stadt Münster wurde das Label „Fair-Trade“-Stadt vom Verein Transfer e.V. für zwei weitere Jahre verliehen. Dieser Titel besagt, dass in mehr als 39 Einzelhandelsgeschäften der Stadt fair gehandelte Lebensmittel und andere Produkte verkauft werden. Außerdem, dass in mehr als 20 Restaurants und Cafés Münsters fair gehandelte Produkte ausgeschenkt werden. Zudem werden in Kitas, Schulen, Vereinen und Kirchen nicht nur Fairtrade-Produkte verwendet, sondern es wird auch Bildungsarbeit zu diesem Thema geleistet.

„Mehr als nur ein Label“

In seiner Rede lobte Rosenau die Arbeit der Steuerungsgruppe: „Ich würde gerne die Note sehr gut verleihen. Die Hausaufgaben wurden mit Bravour gemacht“. Er sei stolz, an einer der Schulen, die ebenfalls Teil der Fair-Trade-Gemeinde ist, als Lehrer zu unterrichten, und freue sich, dass zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der anderen Fair-Trade-Schulen zu der Feierlichkeit gekommen waren. „Es ist mehr als ein Label, das zu Verbindlichkeiten führt, es regt die freie Kreativität der Engagierten an, was sich kürzlich in der eigenkreierten Schokolade widerspiegelte. Das Ziel dieses Titels ist es, Menschen miteinander zu vernetzen und aufzuklären und zum Handeln zu bewegen“.

„Globalen Süden unterstützen“

Regierungspräsidentin Dorothee Feller betonte, in kaum einem anderen Land seien die Menschen so geizig beim Lebensmittelkauf wie in Deutschland. Das müsse sich ändern, „wir haben eine Verantwortung, die mit unserem Kaufverhalten einhergeht“. Globalisierung müsse nicht auf dem Rücken der Armen ausgetragen werden, „das zeigt uns Fairtrade“. Der globale Süden müsse unterstützt werden.

Michael Radau, Sprecher der Steuerungsgruppe Münster, zeigte sich stolz auf das, was geleistet wird: „Wir haben eine sehr engagierte Steuerungsgruppe hier und zahlreiche große Institutionen und Organisationen, die beteiligt sind. Das freut mich wirklich sehr. Außerdem haben wir eine gute Vernetzung mit dem Münsterland, die wir noch weiter stärken möchten“, betonte Radau.

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