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ADAC Kiepenkerl-Klassik auf dem Domplatz

Oldtimertour bei Blitz und Donner

Münster

Blitz und Donner machten auch den Veranstaltern der Oldtimertour zu schaffen. Bei der elften Auflage der Münsterland-Rundfahrt mit historischen Fahrzeugen gingen nur 65 Wagen an den Start.

Helmut P. Etzkorn

Hingucker bei der ADAC-Kiepenkerl-Klassik: Ein Bentley Open Tourer aus den 1930er-Jahren auf dem Domplatz. Foto: Etzkorn

Die 37 Grad vom Samstag waren die größte Befürchtung, aber die wolkenbruchartigen Niederschläge mit Blitz und Donner am Sonntagmorgen auf der ersten Etappe von Saerbeck zum Domplatz konnten dann für Heinz Schmidt, Orga-Chef der ADAC-Kiepenkerl-Klassik, „auch nicht der Wunschtraum sein“.

Die elfte Auflage der tourensportlichen Oldtimerfahrt war besonders für die Besitzer von historischen Cabriofahrzeugen „eine Herausforderung“, so Schmidt. Statt der erwarteten 100 Fahrzeug-Legenden gingen dann auch nur 65 Oldtimer an den Start.

„Man darf nicht zimperlich sein. Entweder man fährt ihn, oder man stellt ihn ins Museum“, meinte Chauffeur Ludger am Steuer eines Bentley Open Tourers. Weil die Rahmen-Unterkonstruktion des bulligen Liebhaberstücks aus den 1930er-Jahren aus Holz ist, musste das Team immer mal wieder Putzpausen einlegen und die Regentropfen abwischen. Der Sportwagen in klassischer Farbgebung „British Racing Green“ war beim Re-Start vor dem Dom der Hingucker bei den recht wenigen Zuschauern.

1969 hat der Wagen einen neuen Motor bekommen, zugelassen ist der Bentley für 160 km/h. Geschwindigkeit spielte allerdings keine Rolle, dafür mussten markante Punkte auf der gut 120 Kilometer langen Strecke erkannt und einzelne Abschnitte besonders präzise gefahren werden.

Uwe Gärtner, der zusammen mit Bettina Träger einen British Leyland MGB Roadster von 1968 aus Osnabrück mitgebracht hatte, war mit dem wechselhaften Wetter zumindest „halbwegs zufrieden“. Am Mittag kam sogar die Sonne raus und die ist für seinen Sportwagen, der von den Blechen über den Motor und die Elektronik komplett neu restauriert wurde, nicht unwichtig. Gärtner: „Wir kriegen das Faltdach nicht hundertprozentig regendicht, darum freuen wir uns über jede Trockenphase.“ Den MG hat er sich in Amerika gekauft, die Kiepenkerl-Tour durch das Münsterland zählt für ihn „zu den schönsten Strecken“.

Für alle, die durchgehalten hatten, gab es am Abend Pokale als Erinnerung an die „Gewitter-Klassik 2015“.

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