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Corona

Omikron dominiert Infektionsgeschehen in Münster

Münster

Die Virusvariante Omikron dominiert in Münster bereits das Infektionsgeschehen. Auch deshalb hat der Krisenstab am Mittwoch weitere Entscheidungen zum Schutz der Menschen getroffen. Unter anderem wird die Maskenpflicht in der Innenstadt verlängert.

Die Maskenpflicht in der Innenstadt von Münster wird verlängert. Foto: dpa (Symbolbild)

Der Krisenstab der Stadt Münster hat am Mittwoch weitere Entscheidungen zum Schutz der Bevölkerung vor schweren Covid-Erkrankungen getroffen. Mit über 1000 Neuinfektionen in der letzten Kalenderwoche des Jahres 2021 hat sich die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen binnen sieben Tagen nach Angaben der Stadt mehr als verdoppelt. "Wie viele davon der Virusvariante Omikron zuzurechnen sind, ist nicht nachvollziehbar", heißt es in einer Pressemitteilung. Klar sei jedoch, dass Omikron schon jetzt das Infektionsgeschehen in Münster dominiere.

"Und wir stehen erst am Anfang dieser neuen Welle", sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer, "deshalb müssen wir dringend gegensteuern: Dabei spielt die Eigenverantwortung der Stadtgesellschaft eine große Rolle, um einen neuen Lockdown zu vermeiden. Aber zugleich ist die Einhaltung der bekannten Regeln nach wie vor äußerst wichtig, um gut durch die kommenden Wochen zu kommen. Die können ansonsten sehr hart werden."

Impfungen ohne Termine im Jovel in Münster

In seiner 103. Sitzung am Mittwochvormittag hat der Krisenstab deshalb weitere kurz- und mittelfristige Maßnahmen beschlossen. Noch an diesem Mittwochnachmittag (5. Januar; bis 20.30 Uhr) wie auch am morgigen Donnerstag (6. Januar; 9 bis 20.30 Uhr) ist die Impfstelle Jovel zur Auffrischungsimpfung sowie zur Grundimmunisierung anmeldefrei geöffnet.

Zahlreiche Bürgertestungen

Parallel zu einer Sonderimpfaktion von Jobcenter, Sozial- und Gesundheitsamt können sich alle Personen älter als 16 Jahre dort entsprechend impfen lassen. Die Gesundheitskarte sollte mitgebracht werden, bestmöglich auch ein Impfausweis.

Maskenpflicht in der Innenstadt wird verlängert

"Darüber hinaus wird die Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht in ausgewählten Straßen der  Innenstadt bis zum 31. Januar verlängert", teilt die Stadtverwaltung. Damit gilt montags bis samstags in der Zeit von 10 bis 20 Uhr die Pflicht zum Tragen einer mindestens medizinischen Maske. "Diese Entscheidung liegt insbesondere in dem schlagartigen Anstieg der Infektionszahlen nach den Feiertagen begründet. Die ursprüngliche Geltungsdauer nur bis zum 8. Januar ist so nicht zu halten", sagt Wolfgang Heuer. Vorerst bis Ende März gilt weiterhin die Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt am Domplatz.

In den gekennzeichneten Flächen gilt in Münsters Innenstadt die Maskenpflicht. Foto: Stadt Münster

Der Kommunale Ordnungsdienst überprüft deren Einhaltung auch weiterhin mehrfach am Tag konsequent, ohne dabei die übrigen Aufgaben zu vernachlässigen. "Wir können zwar nicht überall zeitgleich sein, sind aber mit mehreren Teams dauerhaft unterwegs und entscheiden nach Einsatzsituation", so Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel. Bei Missachtung der Regeln können Bußgeldverfahren und Platzverweise die Folge sein.

Gesundheitsamtsleiter Dr. Norbert Schulze Kalthoff

Dass die Zahl der Ansteckungen aktuell in die Höhe schießt, ist nicht nur, aber auch einer bestimmten Altersgruppe zuzuordnen. Gerade bei den 18- bis 29-Jährigen verzeichnet das Gesundheitsamt hier eine Inzidenz von über 650.

"Der Schutz vor einer Ansteckung mit Omikron durch eine Boosterimpfung liegt nach aktuellen Erkenntnissen bei etwa 40 bis 60 Prozent, bei der Delta-Infektion sind es noch rund 90 Prozent", erläutert Gesundheitsamtsleiter Dr. Norbert Schulze Kalthoff. "Eine hohe Inzidenz in bestimmten Altersgruppen darf aber nicht für ein falsches Sicherheitsgefühl in anderen Dekaden sorgen – denn jeder einzelne Kontakt kann viele weitere Infektionen nach sich ziehen."

54 Prozent der Bevölkerung in Münster geboostert

krisenstabsleiter Wolfgang Heuer beklagt „eine gewisse Impfmüdigkeit“. 54 Prozent, gut 170.000 Münsteranerinnen und Münsteraner, seien geboostert, also drittgeimpft. 265 000 Menschen in Münster haben zwei Impfungen bekommen. Fehlen mehrere Zehntausend Impfungen. „Die Nachfrage ist nicht mehr so groß. Ich halte das für problematisch“, so Heuer.

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