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Aktion „Voll geflashed“ gestartet

Ort der Kreativität für junge Menschen

Münster

Die Aktion „Voll geflashed“ ist gestartet. Bis 26. Juni werden an der Voßgasse junge Menschen an die Kreativität herangeführt.

Von Klaus Möllers

Beim Auftakt spielten Kinder an einem Kicker-Apparat, dessen Spieler mit ihren Schuhen auf dem Feld malen. Mit ihm Bild ist unter anderem Anne Leusmann (3.v.l.) vom Förderer Bürgerstiftung Münster. Foto: klm

Sie tun etwas für junge Menschen – kreativ und hauptberuflich. Langfristig suchen sie einen gemeinsamen dauerhaften Platz für ihr Schaffen: 50 Frauen und Männer aus der Künstlerszene Münsters und des Umlandes bieten seit Samstag zumindest für drei Wochen einen Ort an, um Kinder und Jugendliche künstlerisch zu unterhalten und zum Kreativsein anzuregen.

„Voll geflashed!“ heißt das Programm in den Geschäftsräumen an der Voßgasse, in denen früher das Kinderkaufhaus „Mukk“ seinen Platz hatte. Der Titel könnte in etwa übersetzt werden mit „total überwältigt“.

Beim Auftakt war die Zahl der Kinder, die zusammen mit ihren Eltern guckten, was da so los ist, noch überschaubar. Das Tagesmotto lautete „Endlich geht es los“ – und so wurde noch aufgebaut, angemalt und viel erklärt, was kommen wird.

Aktivitäten an sechs Tagen pro Woche

Bis 26. Juni soll jeder „bis 20 Jahre“, wie es von den Veranstaltern hieß, täglich zwischen 11 und 19 Uhr (außer montags) nach Alter und Interesse mit Kunst in Berührung kommen: Bewegungstheater und Tanz auf der Bühne sehen und ausprobieren oder selber eigene Geschichten erzählen beziehungsweise in einer Schreibwerkstatt mit Text und Fantasie arbeiten oder malen. Für manche Angebote sei eine Anmeldung empfehlenswert, wurde erklärt.

Für Ältere gab es am Sonntag einen Graffiti-Art-Workshop. Entworfen werden sollen ferner „digitale Gegenstände in virtuellen Welten“. Etwa digitale Kleidungsstücke für Avatare, also für Computer-Charaktere. Die Kostüme sollen sich später theoretisch auch per 3D-Drucker in der Wirklichkeit produzieren lassen können.

Hoffen auf ein Kulturhaus

Vorgestellt wurden am Samstag unter anderem Themen, die in Vorbereitungsworkshops in den vergangenen Monaten an rund 30 Schulen entstanden seien, erklärte Cornelia Kupferschmid von der Künstlergruppe. Eine Fragestellung etwa war „Wie wünsche ich mir die Welt in 100 Jahren?“ Die Antworten der Kinder sind auf Stellwänden zu lesen: „Alles Leckere fliegt herum: Eis, Cola, Kakao. Oder es wächst an den Bäumen“, schrieb Anton (6). Für sein Weltbild hatte Ben (8) Ernsteres im Blick: „Es wird keine Waffen und keine Kriege mehr geben“, textete er.

Langfristig arbeiten die Künstler daran, ein Kinder-Jugend-Kulturhaus zu etablieren und dafür auch dauerhaft Räume zu finden, erklärte die Gruppe.

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