Versicherer legt in allen Sparten zu

Pandemie bremst LVM-Wachstum nicht

Münster

Viele Unternehmen sind von der Corona-Pandemie gebeutelt. Für den münsterischen Versicherer LVM gilt das nicht. Der legt glänzende Zahlen für 2020 vor.

Jürgen Stilling

In den Bürotürmen der LVM-Versicherung arbeiten derzeit nur wenige Menschen. Foto: Dietmar Rabich

Das Pandemie-Jahr 2020 hat beim münsterischen Versicherer LVM sehr unterschiedliche Folgen gehabt: In der Kfz-Sparte waren die Schäden gering. Dadurch konnte außergewöhnliche Corona-Belastungen in der Betriebsschließungsversicherung für Gastronomiebetriebe und in der Kapitalanlage ausgeglichen werden. „Wir werden ein gutes Jahresergebnis erzielen“, bilanziert der LVM-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Kleuker am Montag die vorläufigen Geschäftszahlen für 2020. Die endgültige Bilanz wird Ende April vorgestellt.

Die Beitragseinnahmen steigerte die LVM-Versicherung zum wiederholten Mal stärker als die meisten Konkurrenten. Das Plus von 3,9 Prozent auf konzernweit 3,92 Milliarden € übertraf das vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft prognostizierte Branchenwachstum von 1,2 Prozent deutlich.

In den Sparten der Konzernmutter (Schaden- und Unfallversicherung) erreichten die Münsteraner einen Beitragszuwachs von 4,1 Prozent. In der LVM-Krankenversicherung legten die Beitragseinnahmen sogar um 5,1 Prozent auf 379,6 Millionen € zu. Selbst in der schwierigen Sparte „Lebensversicherung“ schaffte die LVM-Lebensversicherung eine Trendwende. Obwohl die deutschen Lebensversicherer erneut 0,4 Prozent der Einnahmen einbüßten, lag das LVM-Wachstum bei 2,8 Prozent – auf 851,6 Millionen €.

Die Pandemie forderte den Versicherer jedoch organisatorisch heraus: Der Großteil der Mitarbeitenden sei ins Homeoffice umgezogen und die Agenturen hätten für die persönliche Kundenbetreuung zeitweise geschlossen werden müssen, hieß es. Kleukers Resümee: „2020 war ein außergewöhnliches Geschäftsjahr.“

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