Arbeiten sollen etwa ein Jahr dauern

Petri-Kirche: Startschuss für Sanierung

Münster

Die Petri-Kirche gilt als architektonisches Kleinod im Herzen der Stadt. Jetzt beginnen umfangreiche Sanierungsarbeiten, die etwa ein Jahr dauern werden.

Die Gerüste stehen bereits, bald beginnen die Sanierungsarbeiten an der Fassade der St.-Petri-Kirche, berichtet der BLB. Foto: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Die Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Kirche St. Petri ist ein kulturhistorisches Kleinod im Herzen Münsters. Jetzt renoviert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes ihre Fassade aus rotem Backstein und hellem Sandstein umfassend. Während dieser Zeit kann die Kirche weiter genutzt und besichtigt werden, berichtet der BLB.

Die Gerüste stehen, bald beginnen die Arbeiten: Beim Sanierungskonzept der Petrikirche hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb eng mit der Denkmalpflege der Bezirksregierung Münster zusammengearbeitet. „Die Restaurierung der Außenhülle ist technisch komplex und aufwendig“, berichtet Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW. „Mit den jetzt anstehenden Arbeiten führen wir die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen im Rahmen der Eigentümerverpflichtung durch.“

Dachstuhl ist in gutem Zustand

Für die Maßnahme hat der BLB ein auf Denkmalpflege spezialisiertes Architekturbüro beauftragt, heißt es in einer Mitteilung. Die Experten beginnen in den kommenden Tagen damit, die Fassade inklusive aller Fugen, die figürlichen und bildhauerischen Darstellungen, Bauzier und Natursteinbauteile zu restaurieren. Das Dach der Petrikirche wurde bereits zu Beginn der 2000er-Jahre neu eingedeckt. Der Dachstuhl sei in gutem Zustand. Hier werden die Experten unter anderem die Dämmung ergänzen und die Kupfer-Eindeckung am Glockenturm auf Undichtigkeit überprüfen und gegebenenfalls Beläge erneuern. Auch die Bleiglasfenster werden bei der Maßnahme überprüft und bei Bedarf aufgearbeitet oder erneuert.

Die Fassade der Petri-Kirche wird saniert. Foto: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Die denkmalgerechte Sanierung der Petrikirche wird voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen.

Petri-Kirche

Die katholische Petrikirche wurde zwischen 1590 und 1597 als Kirche des Jesuitenkollegs erbaut. In der rheinischen Ordensprovinz war sie die erste Jesuitenkirche, sie gilt als Keimzelle der Universität. 1943 wurde sie während eines Fliegerangriffes beinahe vollständig zerstört. Nach Jahren der Planung und des Wiederaufbaus fand 1957 die Konsekration des Altares statt.

Stilistisch bewegt sich die dreischiffige Basilika zwischen Gotik und Renaissance. Elemente aus hellem Sandstein gliedern die Wandflächen aus rotem Backstein. Die Petrikirche steht auf dem Universitätsgelände an der Aa zwischen Juristischer und Katholisch-Theologischer Fakultät. Neben der katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde nutzt das Gymnasium Paulinum die Petrikirche als Schulkirche.

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