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Viertklässler zu Gast bei der FH Münster

Physikalisches Spektakel im Hörsaal

Münster

Generalprobe gemeistert, Viertklässler haben an der FH eine Show präsentiert bekommen, die demnächst beim „Schlauraum“ noch einmal gezeigt wird.

Minus 196 Grad kalter Stickstoff trifft auf ein Wasserbecken: Nur einer der Versuche, die den Viertklässlern präsentiert wurden. Foto: FH Münster

Es herrscht große Aufregung im Hörsaal, als der flüssige, minus 196 Grad Celsius kalte Stickstoff auf das Wasserbecken trifft. Das Becken schäumt, Nebelschwaden steigen auf, laufen über das kleine Aquarium hinaus und auf den Boden. Das Wasser gefriert augenblicklich – und die mehr als 70 Viertklässler und Viertklässlerinnen, die zu Besuch auf dem Steinfurter Campus der FH Münster sind, kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. So jedenfalls schreibt es die FH in einer Pressemitteilung.

Prof. Dr. Hans-Christoph Mertins und Andreas Galle müssen grinsen: Dieses Experiment haben sie zum ersten Mal vor Publikum aufgeführt und es ist in jeglicher Hinsicht gelungen. Ihre Physikshow „Das Leben der Wassermoleküle“ präsentieren sie den Schülern der Josefschule Emsdetten im Rahmen der Kinderuni, um den Nachwuchs für Naturwissenschaften zu begeistern. Mit Erfolg.

Physik nachvollziehbar und spektakulär

Eine Stunde lang schöpfen die beiden aus dem Vollen: Sie lassen Schokoküsse in einem Vakuum explodieren, kochen Wasser bei 20 Grad Celsius im Vakuum, das dann zu Eis gefriert, erleuchten den Raum mit Lasern oder erzeugen einen Regenbogen mit einem Overhead-Projektor und etwas Wasser – immer im Dialog mit dem jungen Publikum. Das hält sich einmal kurz die Ohren zu, als Galle ein Feuerzeug unter einen aufgeblasenen Luftballon hält und ihn zum Platzen bringt. Ein Ballon, der mit Wasser gefüllt ist, explodiert jedoch nicht. „Weiß jemand von euch warum?“, fragt Mertins. Ein Schüler meldet sich: „Weil das Wasser die Wärme aufnimmt und vom Ballon abzieht.“ Korrekt! Mertins und Galle präsentieren Physik hautnah, nachvollziehbar und spektakulär.

Die Schüler sind neugierig und recken die Hälse, wenn das nächste Experiment beginnt. Die Wissenschaftler vorn am Pult sind stolz über ihr Debüt: „Ihr seid die ersten, die diese neue Show sehen.“ Und gewissermaßen ist dies die Generalprobe, denn die Experimente präsentiert das Duo auch beim Wissenschaftsfestival Schlauraum am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr im Stadtbad Mitte, das sich dann für eine Woche in das Wissensbad inklusive schwimmender Bühne verwandelt. Informationen: schlauraum-muenster.de

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