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Kosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro

Nach eineinhalb Jahren Umbauzeit: Planetarium ist wieder geöffnet

Münster

Zahlreiche Neuerungen, Umbaumaßnahmen und technische Highlights lassen das Planetarium des LWL-Naturkundemuseums seit Samstag in neuem Glanz erstrahlen. Mit einer Festwoche bis zum nächsten Sonntag soll die Neueröffnung gebührend gefeiert werden.

Von Luca Pals

Das Planetarium im LWL-Museum wurde für vier Millionen Euro umgebaut. Foto: NASA/JPLcaltec/LWL/Steinweg

Der Sternenhimmel über Münster ist nur selten klar zu sehen. Wegen der zahlreichen Lichter – Gebäude, Autos, Straßenlaternen – sind längst nicht alle Sterne zu erkennen. Ein Knopfdruck im Planetarium des LWL-Naturkundemuseums reicht allerdings aus, um die Lichter in der Domstadt auszuknipsen und die Sterne zum Leuchten zu bringen: Die Show im Weltall kann beginnen. Mit zahlreichen Neuerungen, Umbaumaßnahmen und technischen Highlights erstrahlt das Planetarium seit Samstag im neuen Glanz. Die Sterne des Weltalls, sie sind nun zum Greifen nah.

Für die Neueröffnung läuft aktuell bis Sonntag eine Festwoche mit vielen Highlights. Eineinhalb Jahre Umbauzeit liegen hinter dem Team. Ein paar Zahlen verdeutlichen den Umfang: Die Kosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro, die Audioanlage wurde von zuvor sechs auf nunmehr 49 Lautsprecher mit 360-Grad-Sound aufgerüstet, zehn Videoprojektoren werden von 21 Computern im Hintergrund gesteuert und sorgen bei einem Kuppeldurchmesser von 20 Metern und einem Besucherraum, der 225 Menschen Platz bietet, für einen glasklaren Blick ins All.

Ansteigende Sitzreihen und drehbare Sessel

„Und zwar für alle Menschen“, betont Pressesprecherin Bianca Fialla und verweist auf die Möglichkeit, kurzfristig die Stühle für Menschen im Rollstuhl entfernen zu können. Ansteigende Sitzreihen und drehbare Sessel gebe es weltweit in keinem anderen Planetarium. Der neue Sternenprojektor mit dem Namen „Orpheus“ ist zwar wesentlich kleiner als sein Vorgänger, der mehrere Jahrzehnte die Besucher ins Weltall begleitete, dafür aber auf „dem neuesten Stand“, wie Fialla beim Besuch versicherte. Ein Besuch der Show „Lebendige Welten“, bei der Gäste auf die Suche nach Leben im All einmal durch die Galaxis fliegen können, macht deutlich, wofür die 723.000 Euro für den Projektor investiert wurden: Scharfe Bilder und klare Töne sorgen für ein Mittendrin-Erlebnis auf dem Mond, dem Mars oder außerhalb der Milchstraße. Technisch gesehen sei es eines der modernsten Planetarien Europas.

Astronomische Shows für alle Altersklassen

Die astronomischen Shows richten sich darüber hinaus an alle Altersklassen, jede Show soll einmalig sein, und die eingebaute Bühne im Raum komplettiert das künftige Programm mit kulturellen Angeboten. Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs: „Erstmals verfügt das Planetarium nun auch über eine kleine Bühne. Darauf können Sternenfans und kulturinteressierte Menschen vielfältigste Veranstaltungen erwarten.“

Einen kleinen Vorgeschmack bot bereits am Samstag der Auftritt von Julian und Roman Wasserfuhr, einen Flügel werden die LWL-Mitarbeiter bisher noch nicht ins Planetarium geschoben haben.

Am Sonntag folgte Christoph Tiemann mit dem Theater „Ex libris“, in den kommenden Tagen knüpfen im Rahmen der Festwoche ein Gehörlosen-Poetry-Slam, ein Piano-Festival sowie ein Hörspiel der „Drei Fragezeichen“ an.

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