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12 000 Besucher bei der Messe „EpicCon“ in der Halle Münsterland

Pokemon trifft „Star Wars“

Münster

Während draußen Sturm Sabine wütete, wehte ein Hauch von Japan durch die Halle Münsterland. Tausende Cosplayer waren gekommen, um ihre Charaktere auszuleben und sich miteinander zu vernetzen.

Julian Alexander Fischer

12 000 Cosplayer kamen am Wochenende zur Messe „EpicCon“, um sich zu verkleiden, auszutauschen und inspirieren zu lassen.   Foto: Julian Alexander Fischer

Je bunter, schriller und auffälliger, desto besser. Beim Cosplay ist nämlich alles erlaubt: Menschen schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen, um für einen Moment lang jemand anderes zu sein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob mächtiger Zauberer, furchtloser Schwertkämpfer oder berühmter Volleyballstar: Jeder darf sein, was er möchte. Am Wochenende trafen sich 12 000 Fans von Manga-Comics, Science-Fiction und Fantasy bei der Cosplay-Messe „EpicCon“ in der Halle Münsterland – nicht wenige kamen in einem passenden Outfit.

„Wir versuchen, die japanische Manga- und Animekultur mit der westlichen Gaming- und Fantasyszene zu verbinden“, erklärte Organisatorin Nathalie Kasemierczak. Das Konzept schien gut zu funktionieren, beide Welten gingen fließend ineinander über. So trafen verkleidete Pokemons auf Star-Wars-Stormtrooper oder Harry Potter und Hagrid.

Neben den Fans waren auch die Stars der Cosplay-Szene in großer Menge vertreten, um Autogramme zu schreiben, Selfies zu machen oder Tipps für das perfekte Kostüm zu geben. Der preisgekrönte Italiener Leon Chiro ist beispielsweise für seine athletischen Figuren bekannt, während die Anhänger von Maul Cosplay ihn für seine detailreichen Verkleidungen bewundern.

„Uns ist die Qualität des Cosplays sehr wichtig, daher sind hier viele große Namen dabei. Es soll eine Nähe der Fans zu den bekannten Cosplayern geben“, berichtete Kasemierczak. Unter anderem war mit Reika in diesem Jahr auch erstmals eine Cosplayerin aus Japan, dem Ursprungsland des Trends, vor Ort.

Exotisch war bei der „EpicCon“ aber nicht nur die Kostümvielfalt, sondern auch die Essensauswahl. Neben traditionellen japanischen Gerichten gab es Softeis in den kuriosesten Sorten. Die violette Sorte „Purple Jam“ schmeckte etwa nach Süßkartoffel, während die pechschwarze Alternative Kokos-Mandel-Geschmack versprach.

Auch sonst bekam das Auge einiges geboten. Lichtschwertkämpfe, Talentwettbewerb, Fashionshow und Cosplay-Catwalk bildeten nur einen Teil des umfassenden Programms an diesem Wochenende. Dazu kamen zahlreiche Merchandise-Stände, an denen sich die Fans mit Plüschfiguren, Statuen, Comics oder Bettwäsche ihrer Lieblingscharaktere eindecken konnten.

Denn das Kostüm wird nach der „EpicCon“ erstmal abgelegt, aber die Verbindung zu den alternativen Identitäten bleibt.

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