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Großeinsatz in Albachten

Polizei übt für den Ernstfall einer Geiselnahme

Münster-Albachten

Großeinsatz der Polizei am Donnerstagmorgen in Albachten: Doch dabei handelte es sich um eine Übung für eine mögliche Geiselnahme. Der Bereich war abgesperrt.

Von Thomas Schubert

Die Polizei Münster übte am Donnerstagmorgen den Ernstfall einer Geiselnahme in Albachten. Foto: Polizei Münster

Manch einer, der am Donnerstagvormittag auf der Dülmener Straße unterwegs war, musste notgedrungen einen Umweg in Kauf nehmen: Die Straße war im Bereich des Albachtener Zentrums in der Zeit von 8 bis 11 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Grund dafür war eine Übung der münsterischen Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war. Realitätsnah geprobt wurde das Vorgehen im Falle einer Geiselnahme: Nach einem Notruf ging es darum, Geiseln aus der Gewalt eines Täters zu befreien. Dieser war – so die fiktive Übungsvorgabe – in die Albachtener Fahrschule eingedrungen, hatte dort eine Fahrlehrerin bedroht und sie schließlich zusammen mit einem anderen Mitarbeiter mit einem Messer in der Hand als Geiseln genommen.

Ein zweiter Fahrschulmitarbeiter konnte noch fliehen. Aufgabe der beteiligten Beamten, bei denen es sich laut Polizei-Sprecherin Lydia Prokriefke um Kollegen des Wachdienstes und nicht um ein Spezialeinsatzkommando handelte, war es, die im ihr Leben fürchtenden Geisel zu befreien, den schreienden Täter zu entwaffnen und in Gewahrsam zu nehmen. Was letztlich auch erfolgreich gemeistert wurde.

Die von einer speziellen Dienststelle geplante Übung, bei der einer ihrer münsterischen Kollegen als rabiater Geiselnehmer fungierte, sei sehr realistisch abgelaufen, sagt Lydia Prokriefke. Übungen dieser Art seien immer wieder notwendig, damit die Polizei auf Ernstfälle vorbereitet sei und sie zielgerichtet meistern könne.

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