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Reaktion auf Urteil im Missbrauchsprozess

Polizei will weitere Täter ermitteln

Münster

In Münster gab es seit Dienstag viele Reaktionen auf das Urteil im Hauptprozess im Missbrauchsfall Münster. Auch Polizeipräsident Falk Schnabel äußerte sich zur Verurteilung.

 

Polizeipräsident Falk Schnabel Foto: Oliver Werner (Archivbild)

„Mit dem gebotenen Respekt vor gerichtlichen Entscheidungen darf ich vielleicht sagen, dass ich das Urteil des Landgerichts Münster persönlich sehr begrüße. Die Entscheidung verstehe ich auch als Bestätigung und Anerkennung der guten, aber auch außerordentlich belastenden Ermittlungsarbeit aller Kolleginnen und Kollegen der EK Rose, denen ich für ihren unermüdlichen Einsatz erneut Dank sage.“ Mit diesen Worten reagiert der münsterische Polizeipräsident Falk Schnabel auf die Verurteilung von Adrian V. wegen schweren Kindesmissbrauchs.

Von dem Urteil „geht für mich die Signalwirkung aus, dass jeder, der sexualisierte Gewalt gegen Kinder verübt, grundsätzlich damit rechnen muss, zeitlebens nicht mehr in Freiheit zu kommen. Die Ermittlungs- und Fahndungserfolge der letzten Zeit belegen, dass wir noch lange nicht am Ende sind.“

Bislang 850 IT-Asservate ausgewertet

Nach über einem Jahr arbeiten immer noch 75 Ermittlerinnen und Ermittler in der Kommission, so die Polizeiauskunft. Sie haben bislang etwa 850 der 1400 IT-Asservate ausgewertet. Die auf den IT-Asservaten gefundenen Dateien beinhalten ein Datenvolumen von rund 1,2 Petabyte.

Die Arbeit habe bislang dazu geführt, dass 53 Tatverdächtige identifiziert werden konnten, „31 davon sitzen in Haft“, heißt es weiter. Immer wieder fänden sich Hinweise auf weitere Tatverdächtige, „an deren Identifizierung mit Hochdruck gearbeitet wird“, so Schnabel.

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