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Missbrauchsprozess gegen 38-Jährigen

Polizisten berichten von Durchsuchung

Münster

Er soll einen Jungen in einem Waldstück bei Dülmen schwer sexuell missbraucht haben: Im Prozess gegen Stefan S. sagten jetzt zwei Polizeibeamte aus, die an der Wohnungsdurchsuchung bei dem Mann aus Wuppertal beteiligt waren.

Von Dirk Anger

Im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Münster muss sich ein 38-jähriger Mann aus Wuppertal vor dem Landgericht Münster verantworten. Foto: Dirk Anger

Zwei Polizeibeamte haben jetzt im Missbrauchsprozess gegen Stefan S. aus Wuppertal ausgesagt. Sie waren bei der Wohnungsdurchsuchung bei dem 38-Jährigen im Einsatz, der sich im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Münster wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes vor dem hiesigen Landgericht verantworten muss.

Die Beamten berichteten bei ihrer Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit von in der Wohnung des Mannes sichergestellten Datenträgern mit Kinderpornografie, wie Gerichtssprecher Dr. Steffen Vahlhaus sagte. Außerdem konnten sie demnach den Spitznamen in einem Pädophilenchat dem Angeklagten Stefan S. zuordnen. Zur vorgeworfenen Missbrauchstat, der Wuppertaler soll den Ziehsohn der Schlüsselfigur im Missbrauchskomplex Münster in einem Waldstück bei Dülmen vergewaltigt haben, konnten die Beamten nichts sagen. Möglicherweise hat Stefan S. den Jungen auch gemeinsam mit dessen Stiefvater Adrian V. schwer sexuell missbraucht. Auf diesen straferschwerenden Umstand wies das Gericht hin.

Keine Zweifel an der Schuldfähigkeit

Unterdessen steht nach Ansicht der psychiatrischen Sachverständigen fest, dass es an der Schuldfähigkeit des Angeklagten keine Zweifel gibt, wie der Gerichtssprecher erklärte. Der Prozess wird am 9. September fortgesetzt. Möglicherweise wird an diesem Tag auch das Urteil gesprochen.

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