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Aktion zum Antikriegstag am 1. September

Postkarten für den Frieden

Münster

Bunter, kreativer und lauter als beim alljährlichen Kinder-Friedensfest in Münster kann man sich eigentlich nicht für den Frieden engagieren. Doch wie in so vielen anderen Bereichen, ist auch die Aktion zum Antikriegstag am 1. September in Zeiten von Corona in der gewohnten Form nicht möglich. Das hat die Grundschulkinder jedoch nicht davon abgehalten, aktiv zu werden.

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Normalerweise ist der münsterische Domplatz am Antikriegstag voller Grundschüler. In Corona-Zeiten kann das alljährliche Kinder-Friedensfest allerdings nicht wie gewohnt stattfinden. Foto: Oliver Werner

Seit 23 Jahren findet jeweils am 1. September, dem Antikriegstag, das Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz statt – mit vielen Liedern, Musik und unterschiedlichen Aktionen, in denen Kinder ihre Wünsche nach Frieden deutlich machen. Auf dem Weg zum Domplatz werden dabei unter anderem Friedenspostkarten an die Passanten verteilt. In diesem Jahr kann diese Aktion wegen Covid-19 nicht wie gewohnt stattfinden.

Dennoch sind die Kinder nicht untätig: Mehr als 6400 Friedenspostkarten wurden in den vergangenen Tagen in 16 Grund- und Förderschulen geschrieben und bemalt. Am morgigen Dienstag werden sie dann an Freunde und Verwandte per Post auf den Weg geschickt oder auch persönlich überreicht.

Jeder einzelne kann etwas für Frieden tun

„Frieden hat viel mit Begegnung und Verständigung zu tun. In der Pandemie haben alle persönlich erfahren, was es bedeutet, wenn dies nur eingeschränkt möglich ist“, schreiben die Organisatoren in einer Ankündigung. Ein wichtiges Anliegen des Kinder-Friedenstreffens sei dabei immer auch gewesen, den Blick darauf zu richten, was jeder einzelne für ein friedvolles Zusammenleben tun kann.

Darauf wollen über 1600 Kinder auch in diesem Jahr aufmerksam machen. In allen teilnehmenden Schulen wird das Thema „Frieden“ im Unterricht aufgegriffen. Es werden Bücher gelesen, viele einzelne Friedensmandalas zu einem großen Schulmandala zusammengefügt, über die Situation der Kinder in Kriegsgebieten gesprochen, aber auch überlegt, wie Konflikte (zwischen Kindern) gelöst werden können.

Die mit Friedenswünschen versehenen Postkarten werden vor Versand in einigen Schulen ausgestellt. Zudem werden drei Postkarten von jeder Schule in das große Friedensbuch geklebt.

Unterstützt wird das 23. Kinder-Friedenstreffen vom Amt für Schule und Weiterbildung und dem Friedensbüro der Stadt. Verantwortlich für die Organisation ist die Konrektorin der Matthias-Claudius-Schule, Barbara Weber (E-Mail: WeberB@ stadt-muenster.de, ' 27 60 02 60).

Die beteiligten Schulen

An der Aktion „Postkarten für den Frieden“ beteiligen sich in diesem Jahr über 1600 Kinder aus 16 Grund- und Förderschulen der Stadt Münster: Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule Angelmodde, Bodelschwinghschule, Clemensschule, Eichendorffschule, Gottfried-von-Cappenberg-Schule, Grundschule Am Kinderbach, Hermannschule, Ludgerusschule Albachten, Matthias-Claudius-Schule (Gut Insel), Michaelschule, Overbergschule, Peter-Wust-Schule. Pötterhoekschule, Regenbogenschule, Theresienschule und Wartburgschule.

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