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Festakt im LWL-Museum 

Preis des Westfälischen Friedens wird Ende August verliehen

Münster

Die Preisträger des renomierten Preis des Westfälischen Friedens stehen bereits seit anderthalb Jahren fest. Nun soll die Ehrung in einem Festakt offiziell gemacht werden. Münster bekommt dann hohen Besuch.  

2018 konnte zuletzt der Festakt zum Preis des Westfälischen Friedens stattfinden. Im vergangenen Jahr musste er pandemiebedingt ausfallen. nun wird er nachgeholt.  Foto: Oliver Werner

Im vergangenen Jahr konnte der Preis des Westfälischen Friedens 2020 pandemiebedingt nicht vergeben werden. Nun wird der Festakt am 28. August diesen Jahres nachgeholt, teilt die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) in Münster mit. 

Um eine coronakonforme Veranstaltung mit großzügiger Luftzirkulation zu gewährleisten, findet die Preisverleihung allerdings erstmals nicht im Festsaal des münsterischen Rathauses, sondern im Lichthof des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kultur am Domplatz statt. „Wir freuen uns, dass wir den Festakt nun endlich nachholen können“, erklärt Dr. Reinhard Zinkann, Vorstands-Vorsitzender der WWL. Die Veranstaltung wird live vom WDR übertragen. 

Die Preisträger stehen bereits seit Frühjahr 2020 fest: Der frühere griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der amtierende nordmazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev werden für ihre Einigung im mazedonischen Namensstreit geehrt. Der Jugendpreis 2020 geht an Felix Finkbeiner und die Repräsentanten der jungen „Botschafter für Klimagerechtigkeit“ von Plant-for-the-Planet.

Drei Präsidenten zu Besuch in Münster

Als Laudator für Tsipras und Zaev hat bereits der lettische Staatspräsident Egils Levits zugesagt. Er vertritt nicht nur einen der drei baltischen Staaten, die im Jahr 2018 mit dem Westfälischen Friedenspreis gewürdigt wurden. Levits hat enge Beziehungen zu Münster, er besuchte hier in den 1970er-Jahren das lettische Gymnasium. Zinkann betonte, Levits blicke als Präsident eines nordöstlichen Staats der EU mit einer besonderen Perspektive auf die südöstlich gelegenen Länder der beiden Preisträger. "So können wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen, die für unsere Staatengemeinschaft von großer Bedeutung sind.“

Zum Festakt am 28. August werden wieder zahlreiche Ehrengäste in Münster erwartet. Der traditionelle Eintrag in das Goldene Buch der Stadt ist ebenso geplant wie der gemeinsame Auftritt von Geehrten und Laudatoren auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses am Prinzipalmarkt. Aufgrund der Pandemielage könne es jedoch laut Zinkann kurzfristig zu Änderungen kommen. 

Der Preis des Westfälischen Friedens

Der mit 100.000 Euro dotierte und von der WWL gestiftete Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. Zu den bisherigen Trägern zählen unter anderem der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, der jordanische König Abdullah II, der Dirigent Daniel Barenboim, die ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl sowie die Besatzungen der Internationalen Raumstation ISS und die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Neben Persönlichkeiten oder Repräsentanten von Staaten oder Gruppen, die zum Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt geworden sind, werden jeweils auch junge Menschen geehrt, die durch ihre Taten bereits ein Zeichen für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gesetzt haben. Hierzu gehören unter anderem die Sternsinger, die Jugendarbeit der Kriegsgräberfürsorge oder die Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Ausführliche Informationen gibt es unter www.westfaelischer-friedenspreis.de

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