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Ende der Radwegebenutzungspflicht

Radfahrer auf der Straße: Autoclub warnt vor Gefahren

Münster

Runter vom Radweg: Auf vielen Straßen in Münster sollen künftig auch Radfahrer unterwegs sein dürfen. Der Automobil-Club Münster im ADAC sieht jedoch viele Gefahren – und verweist auf die Verkehrsunfallstatistik.

Solche Schilder wie an der Wolbecker Straße dürften demnächst überflüssig werden. Bis auf wenige Aufnahmen können Radler dann überall in der Stadt die Straße benutzen. Foto: Oliver Werner

Das Ende der Radwegebenutzungspflicht birgt viele Gefahren, die noch nicht absehbar sind. Darauf weist der Automobil-Club Münster im ADAC (ACM) in einer Pressemitteilung hin.

Die Verkehrsunfallstatistik 2021 spreche eine deutliche Sprache. Rund die Hälfte aller Unfälle von Rad- und Pedelecfahrern fänden ohne Beteiligung von Kraftfahrzeugen statt. Bereits seit 2010 gebe es das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, welches den Wegfall der Benutzungspflicht regele. „Dennoch wurden in den letzten Jahren vernünftigerweise zahlreiche Radwege nebst Bürgersteigen instandgesetzt oder verbessert wie zum Beispiel am Duesbergweg und der Amelsbürener Straße. Denn bislang ging Sicherheit vor“, so der ACM.

Unfallgefahren erkennen – und vermeiden

Doch jetzt finde die Kehrtwende statt und viele zweispurige Straßen sollen auch von Radfahrern befahren werden. Hier entstünden neue Unfallgefahren, die es zu vermeiden gelte, so der ACM. Trotz großflächiger Schilder „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“ wie auf der Wolbecker Straße, der Angelstraße oder dem Angelmodder Weg benutzten fast alle Radfahrer nicht die Straße. „Und das ist auch gut so“, so der ACM.

Warum sollten sich Fahrradfahrer wegen einiger Sekunden Zeitgewinn unnötig in Gefahr begeben, statt sicher auf einem separierten Radweg fahren zu können, fragt der Club. Die politisch forcierte Priorisierung des Radverkehrs müsse ausgewogen sein und dürfe keine Sicherheitsaspekte über den Haufen werfen.

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