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Aktionsbündnis „Kidical Mass“

Radwege oft in zu schlechtem Zustand

Münster

Rund 60 Radfahrer forderten bei der jüngsten Tour des Aktionsbündnisses „Kidical Mass Münster“ vor allem mehr kinderfreundlichere Verkehrspolitik. Teils müssten sich Radfahrer mit 80 Zentimetern Wegbreite abfinden.

Von Klaus Möllers

Von der Stubengasse aus fuhr die Gruppe aus Kindern und Erwachsenen mit Lautsprechern los. Foto: klm

Mit seiner letzten Fahrt in diesem Jahr hat das Aktionsbündnis „Kidical Mass Münster“ am Samstag auf seine Forderung nach einer kinderfreundlicheren Verkehrspolitik aufmerksam gemacht. Der Name leitet sich von der weltweiten Aktionsform „critical mass“ ab, mit der zumeist Radfahrer auf eine Stärkung des Fahrrad- statt motorisierten Verkehrs hinwirken wollen. Das bundesweite Bündnis „Kidical Mass“ stellt dabei Kinder („Kids“) in den Vordergrund.

Von der Stubengasse aus nahm der Tross aus etwa 60 Radfahrern, darunter etliche Kinder mit Begleitpersonen, Wege durch die Innenstadt, über die Wolbecker, die Warendorfer, die Hammer und die Weseler Straße zum Hafen, von wo aus man nach einer Pause in weiterhin langsamem Tempo zum Domplatz fuhr.

„Wir wollen an unterschiedlichen Stellen der Stadt Aufmerksamkeit bekommen. Dort, wo es Fahrradstraßen gibt, wo Radwege gut ausgebaut sind, aber auch dort, wo Radfahrer sich mit teils 80 Zentimeter Wegbreite abfinden müssen, zum Beispiel am Schloss und auf der Gerichtsstraße“, sagte Valerian Heints für das Bündnis. Mancherorts seien Radwege „in katastrophalem Zustand“. Die Tour ab 16.15 Uhr war vorgesehen als „Fahrt in die Dämmerung“. Dass die beginnende Dunkelheit eine unnötige Gefahr im dichten Verkehr am Samstag vor dem ersten Advent sein könnte, sahen die Veranstalter nicht so. „Wir fahren nicht anders als sonst auch. Wir sind gut beleuchtet, und die Gruppe wird vorne und hinten von der Polizei begleitet“, so Daniel Hügel.

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