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Dauerthema

Rat besorgt: Personal in Kitas fehlt

Münster

Kitas sind ein Dauerthema in jeder Ratssitzung. Ständig werden Bau und Einrichtung neuer Kitas beschlossen, ständig wird über Versorgungsquoten diskutiert, ständig werden neue Träger für die Kitas gesucht.

Von Klaus Baumeister

Schon oft forderten Kita-Bedienstete mehr Geld und Anerkennung.

Die Kita-Debatte in der jüngsten Ratssitzung unterschied sich davon. „Wir müssen die Personalgewinnung zum Thema machen“, stellte die CDU-Ratsfrau Carmen Greefrath die wichtigste Zukunftsaufgabe für die Kita-Planung in den Vordergrund. „Die Kindertagesbetreuung muss verlässlich sein“, erinnerte sie an ein zentrales Versprechen, das man als Stadt den jungen Eltern gegeben habe.

Der GAL-Ratsherr Leon Herbst hofft, dass die von der geplanten schwarz-grünen Koalition in Düsseldorf angestrebte „Fachkräfte-Offensive“ eine Wirkung zeige. Münster steuere bei Erzieherinnen und Erziehern auf eine Versorgungslücke „im dreistelligen Bereich“ zu. Durch die Ausbaupläne beim Offenen Ganztag in den Schule verschärfe sich der Mangel. Wichtig ist es nach Ansicht des Grünen, dass „kein Kannibalismus“ unter den Kita-Trägern ausbricht. Sprich: Die Arbeitgeber sollten sich davor hüten, den anderen Arbeitgebern das Personal abzuwerben.

„Wachstumsschmerzen“

Auch Doris Feldmann von der SPD betonte, dass bei der Kita-Planung der Zukunft „nicht die Gebäude“ im Vordergrund stünden. Der FDP-Fraktionschef Jörg Berens sprach von „Wachstumsschmerzen“ angesichts der vielen neuen Kita-Gebäude. „Das Problem betrifft Münster, kann aber nicht in Münster gelöst werden“, sagte er im Hinblick auf die schlechte Bezahlung.

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