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Überraschungsfund

Rätselhafter Schwertgriff bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt

Münster

In einem Hauskeller an der Rothenburg haben Münsters Stadtarchäologen einen aufsehenerregenden Fund gemacht. Sie holten einen reich verzierten Schwertgriff aus Hirschgeweih aus dem Boden.

Von Martin Kalitschke

Bei Ausgrabungen in einem Keller an der Rothenburg ist diese Knaufstange eines Schwertgriffs entdeckt worden. Er ist vermutlich aus Hirschgeweih hergestellt worden. Foto: Stadtarchäologie/G. Leonhard

Elegant verziert ist die Knaufstange eines Schwertgriffs, die Münsters Stadtarchäologen jetzt bei Ausgrabungen im Keller des Hauses Rothenburg 49 entdeckt haben. Immerhin so viel steht fest: Das zwölf Zentimeter lange, vermutlich aus Hirschgeweih gefertigte Artefakt stammt aus dem elften Jahrhundert, berichtet Dr. Jan Markus. Und: Es wurde nicht in der näheren Umgebung hergestellt. „Archäologen haben bislang erst vier Mal Knaufstangen wie diese entdeckt“, berichtet der Archäologe – zwei davon in den benachbarten Niederlanden. Doch auch dort wurden sie nicht gefertigt – „sondern vermutlich in Skandinavien oder im slawischen Raum“. Wie sie nach Münster gelangt ist, ob sie ein Händler hier verkauft oder einem Durchreisenden abgenommen wurde – das wird vermutlich auf immer ein Geheimnis bleiben. Fakt ist: „Ein solcher Fund ist etwas ganz Besonderes“, betont Archäologe Holger Jakobi.

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