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Ratsgymnasium

400 Quadratmeter großes Wandbild zum Thema Nachhaltigkeit

Münster

Frieden und Gerechtigkeit – das wünschen sich die Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums. Dieser Aspekt ist einer von 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Und die sind bald als Wandbild an dem Gymnasium  zu sehen.

50 Meter lang und acht Meter hoch ist die Fläche an der Außenfassade der Turnhalle des Ratsgymnasiums. Schon Mitte nächsten Monats wird diese zum Blickfang. In Zusammenarbeit mit vielen Partnern hat sich die Schülerschaft Gedanken zur Nachhaltigkeit gemacht. Foto: Oliver Werner

Der Wunsch nach „Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen“ ist bei den Schülern des Ratsgymnasiums hoch. Dieser Aspekt ist einer von 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030. Für die etwa 760 Schüler gehört er zu eine der fünf Top-Themen, mit denen sie sich seit Mai beschäftigt haben. Damit diese allerdings nicht im theoretischen Nebel verschwinden, wird die Schülerschaft in den nächsten Wochen aktiv: Es entsteht Münsters größtes Wandbild zum Thema der Nachhaltigkeitsziele.

400 Quadratmeter stehen bereit, 100 Liter Farbe wurden in dieser Woche zur Grundierung verbraucht. Am Montag werden die ersten bunten Farben erwartet: Die Außenfassade der Turnhalle wird im Projekt „Glokal Mural Münster“ zur großen Projektion.

Zusammenarbeit mit Tamale in Ghana

Entstanden ist die Idee vor den Sommerferien, erste Kurse setzten sich intensiv mit der Thematik auseinander, die Schüler konnten Skizzen anfertigen.

Unterstützt wird die Aktion vom städtischen Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice, dem Verein „Vamos“ sowie der neuen Projektpatenschaft der Stadt mit Tamale in Nordghana. Von dort war Künstler Daniel Kwaku Anetang online zugeschaltet, vor Ort arbeitete der münsterische Künstler Jorge Hidalgo und Max Trussat von „Vamos“ mit den Schülern zusammen.

Partizipatives Modell

Maike Grabowski („Vamos“) betonte am Mittwochnachmittag den „partizipativen Charakter“ des Projektes für alle Schüler ab der siebten Klasse. Außerdem sei die globale Betroffenheit ein wichtiger Aspekt, diesen machte der ghanaische Künstler mit Schilderungen aus seiner Heimat deutlich. Schulleiter Hendrik Snethkamp verwies auf bisherige Projekte im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung wie eine Nachhaltigkeits-AG und die „Umweltdetektive“, erklärte das neue Projekt darüber hinaus zum „Anstoß“ und „Impuls von außen“, sich mit den Thematiken weiter auseinanderzusetzen. Nina Dohr (Büro Internationales) stellte die Wichtigkeit der Agenda 2030 – deren Umsetzung von der Stadt verfolgt wird – in den Vordergrund.

Die offizielle Einweihung des Wandbildes findet am 18. Oktober statt.

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