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Nach Klage gegen die Stadt

Rechtsstreit zwischen Stadt Münster und Dr. Thomas Robbers einvernehmlich beendet

Münster

Die Stadt und der ehemalige Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Dr. Thomas Robbers, haben ihren Rechtsstreit einvernehmlich beigelegt. Beide Seite zeigen sich nun zufrieden.

Aus früherer Zeit: Dr. Thomas Robbers (l.) und Markus Lewe Foto: kb

Nun hat die Stadt offiziell verkündet, worüber die WN schon im Vorfeld berichtet hatte: Die Stadt Münster und der ehemalige Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Dr. Thomas Robbers, haben ihren Rechtsstreit einvernehmlich beigelegt.

Wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt, sind die beiden der Anregung der 2. Zivilkammer des Landgerichts Münster gefolgt, zur Beendigung des Rechtsstreites Gespräche über die Abgabe einer Ehrenerklärung zu führen. Im Kern des gerichtlichen Verfahrens ging es um die Frage, ob im Zusammenhang mit seiner Abberufung als Geschäftsführer Äußerungen über ihn im Rat der Stadt Münster oder gegenüber Medienvertretern zu einem Schaden geführt haben.

Im Laufe der Jahre liefen sich Thomas Robbers und Markus Lewe immer wieder über den Weg. Bis zum 19. Mai muss jetzt die Frage geklärt werden, ob die Stadt Münster eine Ehrenerklärung für den langjährigen obersten Wirtschaftsförderer abgibt. Foto: WFM

„Es ist vernünftig, dass beide Seiten eine Einigung erzielt haben. Herrn Dr. Robbers habe ich immer hochgeschätzt. Seine Verlässlichkeit, Kompetenz und sein Engagement für die Stadt und die Wirtschaft waren beispielhaft“, stellt Oberbürgermeister Markus Lewe klar. Er betont, dass die Abberufung weder auf dessen Arbeit zurückzuführen war, noch habe es zu irgendeinem Zeitpunkt den Eindruck gegeben, dass Robbers selbst in Verbindung mit den damaligen Missbrauchsfällen gestanden habe.

Markus Lewe: „Die Abberufungsentscheidung lag von niemandem und zu keinem Zeitpunkt in Zweifeln an der fachlichen Kompetenz, der rechtlichen Unbescholtenheit und der persönlichen Integrität von Herrn Dr. Robbers begründet. Die Entscheidung zur Abberufung war jedoch politisch notwendig.“

Der Vorsitzende Richter Dirk Oellers hatte in der erstinstanzlichen Verhandlung zum Ausdruck gebracht, dass Dr. Robbers unschuldig ist und angesichts des Missbrauchsfalls um den damaligen Hauptverdächtigten „zur falschen Zeit am falschen Ort“ gewesen sei.

Dr. Robbers begrüßt diese Erklärung, durch die der Rechtsstreit mit der Stadt Münster einvernehmlich beendet wird, ebenfalls. „Mir ist wichtig, dass mein Ruf wiederhergestellt wird und ich nicht mehr auf Vorbehalte bei Auftraggebern oder Arbeitgebern stoße. Dazu hat die Stadt nun maßgeblich beigetragen. Ich blicke nach vorne und bringe mich in die Entwicklung von Unternehmen und Wirtschaftsstandorten ein.“ Markus Lewe: „Wir haben verabredet, dass Herr Dr. Robbers bei seinen beruflichen Perspektiven meine volle Unterstützung als Oberbürgermeister der Stadt Münster erhält. Ich wünsche ihm, dass er mit seinen künftigen Tätigkeiten viel Erfolg hat.“

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