Immobilienmanagement in Münster

Rekordinvestition: 100 Millionen Euro für Kitas und Schulen

Münster

Neue Kitas, sanierte Schulen, bezahlbarer Wohnraum: Diese großen Ziele stehen auf der Agenda der Stadt. Da Immobilienmanagement investiert allein in diesem Jahr 160 Millionen Euro, um den Zielen näher zu kommen - eine Rekordsumme.

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2021 investiert die Stadt eine Rekordsumme in Bauunterhaltungen und Neubauprojekte. Vom Baufortschritt der Dreifachsporthalle am Pascal-Gymnasium überzeugen sich hier Immobiliendezernent Matthias Peck (r.) und Amtsleiter Andreas Nienaber. Sie bietet ab Herbst beste Bedingungen für Training und Spiel auch auf Wettkampfniveau. Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster

Die Stadt investiert in diesem Jahr die Rekordsumme von 160 Millionen Euro in den Bau und Sanierung ihrer Gebäude - der Löwenanteil mit gut 100 Millionen Euro entfällt davon laut einer städtischen Pressemitteilung auf Schulen und Kitas. Ein dreigeschossiger Anbau für die Kreuzschule, zwei zusätzliche Geschosse für die Mauritzschule, neue Klassenräume, Mensa und Turnhalle für die Erich-Klausener-Schule oder der komplette Grundschulneubau im Schulzentrum Kinderhaus - das sind vier von einem knappen Dutzend Schulerweiterungen allein in 2021. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsbericht des städtischen Immobilienmanagements hervor, aus dem Stadtrat Matthias Peck und Amtsleiter Andreas Nienaber Schwerpunkte vorstellten.

"Investitionen in Bildung, Erziehung und Klimaschutz"

Bezugsfertig noch in diesem Jahr sind die Kitas am Nordkirchenweg (vier Gruppen) und am Nottulner Landweg in Roxel (sechs Gruppen). Überdies laufen die Planungen für die Kindertagesstätten und Grundschulen auf den beiden Konversionsstandorten York und Oxford an. Großprojekte wie die Dreifachsporthalle am Pascal-Gymnasium sind auf der Zielgeraden. Matthias Peck: "Hatte das Finanzvolumen schon im Vorjahr mit 115 Millionen einen neuen Höchstwert markiert, investieren wir jetzt also noch einmal 40 Prozent mehr in Bildung, Erziehung und Klimaschutz."

Eine Schlüsselrolle nehme die energetische Sanierung des städtischen Gebäudebestandes ein. "Wir verschärfen die energetischen Anforderungen für unsere Gebäude und treiben auch hier den Klimaschutz konsequent voran", unterstreicht der Beigeordnete für Immobilien, Nachhaltigkeit und Wohnraumversorgung. Bis 2030 soll der Energieverbrauch der städtischen Gebäude um 50 Prozent und die CO2-Emissionen um 70 Prozent sinken.

Schulen werden umfassend saniert

Für dieses Ziel hat die Stadt ihre Gebäudeleitlinien neu justiert und wird bis 2021 ein Sanierungskonzept für ihre Objekte erstellen. Unterdessen forciert die Stadt auch die Energieeffizienz ihrer Schulen: Nach dem Abschluss der Arbeiten am Gymnasium Paulinum startet jetzt die umfassende Sanierung der Pötterhoek- und Erich-Kästner-Schule. Von den 3,3 Millionen Euro - für eine nachhaltige Fassade aus gedämmten Holztafeln - steuert die EU 2,6 Millionen Euro-Fördermittel bei.

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp in Münster. Umso mehr schärft das Immobilienmanagement seine Instrumente für den Ankauf von Bauland. Ein Beispiel ist die 2014 eingeführte Sozialgerechte Bodennutzung Münster: 100 Hektar Fläche hat die Stadt seitdem angekauft, die als Bauland zu fairen und sozialen Konditionen schrittweise den angespannten Markt entlastet. "Bei der Grundstücksvergabe setzen wir verstärkt auf das Erbbaurecht", kündigt Amtsleiter Andreas Nienaber an. "Das sichert uns strategischen Handlungsspielraum. Wir verfügen später wieder über die Flächen und haben Einfluss auf ein bezahlbares Mietniveau."

Förderung alternativer Wohnformen

Weiterhin fördern will die Stadt alternative Wohnformen, auch Mehrgenerationenprojekte.  Andreas Nienaber: "In jedem neuen Baugebiet halten wir künftig Platz für Wohnformen in Gemeinschaft bereit." Nach verschiedenen Projekten im Stadtteil Mecklenbeck rund um die Brockmannstraße zeichnet sich noch in diesem Jahr für ein Grundstück im citynahen Rumphorst eine Interessensabfrage  ab.

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