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Leser Klaus-Ulrich Komp schlägt alternative Routenführung vor

Rettung für Linien 6 und 8?

Münster

Der Verkehrsversuch im August und September offenbart das Problem in ganzer Schärfe: Wenn die Buslinien 6 und 8 nicht mehr die enge Hörsterstraße benutzen sollen, dann erreichen sie auch nicht die zentrale Haltestelle Bült. Was tun, wenn man das eine möchte, ohne das andere zu lassen: Klaus-Ulrich Komp hat da eine Idee . . .

Von Klaus Baumeister

Poller Tibusstraße Foto: Oliver Werner

Vom Prinzip her sind sich alle einig: Die Hörsterstraße ist zu eng, als dass dort die Busse der Linien 6 und 8 herfahren können. Zugleich aber sind die Linien 6 und 8 zu wichtig, als dass sie nicht die zentrale Haltestelle Bült ansteuern sollen.

In der Kombination stellen diese beiden Anforderungen eine gewaltige Herausforderung dar. Denn auf dem Weg zum Bült benutzen die Linien 6 und 8 (zumindest aus dem Norden kommend) die Hörsterstraße. In den Monaten August und September wird dies – im Rahmen eines Verkehrsversuches – nicht der Fall sein.

Die öffentliche Diskussion über diese Änderung war heftig. Auf der einen Seite freuen sich viele Bewohner des Martiniviertels auf eine Belebung ihres Quartiers, auf der anderen Seite fürchten aber auch viele Busfahrgäste, die traditionell mit den Linien 6 und 8 unterwegs sind, abgehängt zu werden.

Breul und Tibusstraße

Genau in dieser Situation hat der Münsteraner Dr. Klaus-Ulrich Komp, Leser unserer Zeitung, eine Idee. Wie wäre es, wenn man die über die Kanalstraße einfahrenden Busse nicht über die enge Hörsterstraße zum Bült schicken würde, sondern über die Achse Breul und Tibusstraße. Diese Wegeverbindung hat kaum jemand auf dem Schirm, weil die Tibusstraße an genau dieser Ecke abgebunden ist. Eigens für den Busverkehr könnte man sie öffnen. Aktuell ist die gut ausgebaute Tibusstraße eine Sackgasse und dient als Erschließungsstraße für das Parkhaus Theater.

Fahrt in Gegenrichtung über die Neubrückenstraße

Komp ist ein pensionierter Geograf, interessiert sich für Verkehrsangelegenheiten und liebt es, kniffelige Probleme anzugehen. Bei der Fahrzeit sieht er keine großen Unterschiede für beide Routen. Auf dem Weg in Richtung Norden würde die Linienführung weiter über die Neubrückenstraße verlaufen.

Ideengeber Komp hofft, dass die alternative Streckenführung bereits beim Verkehrsversuch umgesetzt wird. Das dürfte aber eher unwahrscheinlich sein, da bereits ein politischer Beschluss vorliegt, während der Monate August und September die Busse über die Achse Fürstenbergstraße und Gartenstraße zu schicken. Aber für den Fall, dass die Stadt Münster eine dauerhafte Befreiung der Hörsterstraße vom Busverkehr anstrebt, könnte die Tibusstraße wichtig werden.

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