1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Rettungspaket für beschädigtes Naturdenkmal

  8. >

Buche im Sentmaringer Park

Rettungspaket für beschädigtes Naturdenkmal

Münster

Es ist ein mächtiger Baum und dennoch stand das Fortbestehen der dicken Buche im Sentmaringer Park seit „Friederike” auf der Kippe. Doch jetzt schnürt die Stadt ein Rettungspaket für das Naturdenkmal.

WN

Orkan „Friederike” setzte der Buche im Park Sentmaring stark zu. Ein tiefer Riss hatte den Stamm aufgespalten. Foto: Matthias Ahlke

Die mehrstämmige Naturdenkmal-Buche im Park Sentmaring hat einen Umfang von 5,50 Metern, ist 30 Meter hoch, der Kronendurchmesser beträgt 35 Meter. Seit „Friederike” ist der Baum-Riese allerdings angeschlagen: Mit einer kräftigen Windböe von etwa 130 Stundenkilometern hatte der Orkan den Stamm ab der Astgabel in drei Metern Höhe hinunter bis zum Stammfuß tief gespalten. Ob die Buche erhalten werden kann, war zunächst fraglich. Nun ist es dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit gelungen, in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachleuten aus der Baumpflege ein Rettungspaket für den langfristigen Erhalt zu schnüren, berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.

Vorgesehen ist, den Stamm der Buche mehrfach zu durchbohren und mit kräftigen Gewindestangen zu stabilisieren. Messungen hätten gezeigt, dass der Baum für diese Fixierung noch über ausreichend gesundes Holz verfüge.

Der Plan der Baumschützer: Unmittelbar oberhalb der Stammgabelung wird mit einem Spezialseil mit einer Belastungsstärke von 20 Tonnen eine weitere, stabile Verbindung der Stämme geschaffen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch den Einbau dynamischer Seile in der Baumkrone. Damit sollen die Bewegungen in der Baumkrone bei starkem Wind gemindert werden.

Die Baumpflegearbeiten werden nach Angaben der Stadt am Montagmorgen ausgeführt. Ein umfangreiches Kappen der Baumkrone sei nicht notwendig.

Im Stamm der Buche sind tiefe Risse. Foto: Matthias Ahlke

„Die Buche ist der stärkste Baum im Park Sentmaring und sicher einer der größten und ältesten  Bäume in der Stadt”, berichtet Franz-Josef Gövert vom Grünflächenamt. Er freut sich, dass die umfassenden Untersuchungen gezeigt haben, dass der Baum insgesamt gesund und vital ist. „Der Verlust wäre sehr schmerzlich gewesen.”

Der Park Sentmaring wird als Teil der ehemaligen Klosteranlagen durch den alten Baumbestand besonders geprägt. In der Parkanlage stehen insgesamt 15 bedeutende Naturdenkmal-Bäume. Das städtische Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit gestaltete den früher nicht zugänglichen Park in mehreren Bauabschnitten zu einem öffentlichen Landschaftspark um.

Startseite