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Warnung und Tipps

Riesen-Bärenklau breitet sich in Münster aus

Münster

Er ist wieder da: Der Riesen-Bärenklau wächst auch in diesem Sommer in Münster. Die Stadt warnt vor den Gefahren durch die Pflanze und gibt Tipps, was Bürgerinnen und Bürger tun können, wenn sie die Stauden entdecken.

Beeindruckend, aber gefährlich: der Riesen-Bärenklau. Foto: Patrick Pleul/dpa (Symbolbild)

Bis zu vier Meter hoch kann er werden und seine weißen Dolden sind ein echter Blickfang - doch wer den Riesen-Bärenklau am Wegesrand entdeckt oder gar im eigenen Garten hat, sollte besser Abstand halten, rät das städtische Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit in einer Mitteilung.  Die auch Herkulesstaude genannte Pflanze könne auf der Haut Verbrennungen mit Schwellungen und Blasen verursachen.

"Vor über 100 Jahren ist der Doldenblüter aus dem Kaukasus in hiesige Gärten gelangt", heißt es in der Mitteilung. Mittlerweile sei der Riesen-Bärenklau aber nicht nur wegen der Verletzungsgefahr, sondern auch wegen seiner andere Pflanzen verdrängenden Ausbreitung ein Problem. "Seit 2006 bekämpfen wir gemeinsam mit dem Tiefbauamt die Herkulesstaude. In diesem Jahr hat der Einsatz Anfang Mai begonnen", berichtet Dirk Dreier vom Grünflächenamt. Arbeitsgrundlage sei eine Karte, die kontinuierlich fortgeschrieben werde. Verbreitungsschwerpunkte seien die Ufer von Angel, Werse und Aa sowie Straßen- und Wegränder.

Es tauchen neue Pflanzen auf

"Zwar ist der Riesen-Bärenklau inzwischen aus Teilen des Stadtgebietes wieder verschwunden, aber an anderen Stellen tauchen immer wieder neue Pflanzen auf, meist im Umfeld bereits bekannter Vorkommen", heißt es in der Mitteilung der Stadt. Um die weitere Ausbreitung wirksam zu unterbinden, bittet die Stadt Landwirte, Kleingärtner und andere Grundstückseigentümer um Mithilfe. Insbesondere an den bebauten Abschnitten der Werse sei die Mithilfe der Anliegerinnen und Anlierger notwendig, da die Bereiche oftmals für die Mitarbeitenden des Tiefbauamtes nicht einsehbar und zugänglich sind.

Der Riesen-Bärenklau kann für Verbrennungen auf der Haut sorgen. Foto: Stadt Münster

Wer die Pflanzen nicht selbst beseitigen könne, solle die Standorte beim Grünflächenamt melden (Ansprechpartner ist Dirk Dreier, Tel. 0251/4926727).  Wichtig sei, dass die Pflanzen nicht zur Samenreife kommen. "Wenn sie nicht zu groß sind, können sie ausgestochen werden", rät die Stadt. Sei dies nicht mehr möglich, sollte zumindest der Blütenstand kurz vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden. Auf dem Kompost können sich durch Nachreifen noch Samen ausbilden.

Handschuhe und lange Kleidung

Bei den Arbeiten sei auf jeden Fall Vorsicht geboten, schreibt die Stadt: "Es sollten Handschuhe getragen werden, Arme und Beine sollten bedeckt sein und es sollte möglichst nicht in der Sonne gearbeitet werden." Informationen gibt es auch im Stadtportal unter www.muenster.de/stadt/umwelt.

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