1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Schauraum Münster: „Roter Platz“ wird zur „Insellounge“

  8. >

Viele Neuerungen beim „Schauraum“ 

„Roter Platz“ wird zur „Insellounge“

Münster

Zum ersten Mal seit 2019 findet das Museumsfest „Schauraum“ wieder in gewohnter Form statt – allerdings gibt es auch zahlreiche Neuerungen. So gibt es diesmal keinen „Roten Platz“ im Rathaus-Innenhof.

Von Martin Kalitschke

Vertreter von Stadt, Museen und Kaufmannschaft stellten am Dienstag das Schauraum-Programm vor. Foto: Matthias Ahlke

Der „Rote Platz“ ist passé – zumindest beim Schauraum 2022, denn der Rathaus-Innenhof ist immer noch eine Baustelle. Zentraler Treffpunkt wird daher beim Fest der Museen und Galerien, das vom 1. bis 3. September stattfindet, der Platz an der Fürstenberg-Statue in der Pferdegasse sein, der von Bibelmuseum, LWL-Museum für Kunst und Kultur sowie Geo-Museum und Archäologie-Museum der Universität umgeben ist. „Insellounge“ soll der Platz nach dem Wunsch der Organisatoren drei Tage lang heißen – in Anspielung auf die Berliner Museumsinsel.

Hier wird es beim „Schauraum“ nicht nur Infos rund um die beliebte Kulturveranstaltung geben, sondern auch Live-Musik, DJ-Sounds, Lichtinstallationen und Getränke. Die Pferdegasse soll während der drei Tage zeitweise gesperrt und so nach dem Wunsch von Dr. Hermann Arnhold, Leiter des LWL-Museums für Kunst und Kultur, zur Flaniermeile werden.

Party im „Apostelgarten“

Auch wenn sich der Schauraum, der zuletzt 2019 in gewohnter Form stattfand, am altbewährten Format orientiert – 2022 wird er mit vielen Neuerungen aufwarten. So werden die Grünfläche vor der Apostelkirche und der benachbarte (dann von Autos befreite) Parkplatz zum „Apostelgarten“ – mit Musik, Kulinarik und Illuminationen.

Noch ein weiterer Ort kommt beim Schauraum neu hinzu: Die vor wenigen Wochen eröffnete „Domplatz-Oase“ mit 80 gelben Stühlen wird während der Nacht der Museen und Galerien, an der sich am 3. September 44 Kunstorte beteiligen, bis Mitternacht illuminiert sein.

In der Museums-Nacht wird zudem eine „Himmelsleiter“ am Turm von St. Lamberti zum ersten Mal leuchten (siehe Kasten).

„Kunstprojekt, das in die Zukunft weist“

Nach Einschätzung von Bernadette Spinnen, Chefin von Münster-Marketing, ist der „Schauraum“ auch ein Beitrag zur Diskussion über die weitere Stadtentwicklung – schließlich rücke er neue Orte in der Innenstadt ins Bewusstsein der Menschen und trage so zu ihrer Weiterentwicklung bei. „Der Schauraum“, so Spinnen, „ist ein großes Kunstprojekt, das in die Zukunft weist.“

„Der Stadtraum kann mehr“, ist auch die Ansicht von Immanuel Krüger, Sprecher des Kiepenkerl-Vereins. Bei der Vorstellung des Schauraum-Programms hob er am Dienstag hervor, dass die Kaufleute die Kulturveranstaltung mit viel Geld unterstützen. Das, so Krüger, sei gerade in diesen aktuell so schwierigen Zeiten „nicht selbstverständlich“.

ISI: Innenstadt nicht nur ein Ort des Konsums

Dr. Ansgar Buschmann von der „Initiative Starke Innenstadt“ betonte, dass nicht nur Konsum, sondern auch Erlebnis zur Attraktivität der Innenstadt beitrage. Zudem gehe es darum, konsumfreie Räume zu schaffen.

Das Programm zum Schauraum liegt an zahlreichen Stellen aus, unter anderem in der Münster-Information. Weitere Infos unter www.schauraum-muenster.de

Wiener Himmelsleiter kommt nach Münster

Startseite
ANZEIGE