Bezirksvertretung beschließt Fortsetzung der Umgestaltung

Rotfärbung der Hittorfstraße geht weiter

Münster

Im vergangenen Jahr wurde die Rotfärbung der Hittorfstraße nach Anwohnerprotesten gestoppt. Jetzt hat die Bezirksvertretung Münster-Mitte beschlossen, dass es weitergeht.

Nur ein Teil der Hittorfstraße ist bislang markiert. Dabei bleibt es aber nicht. Foto: Oliver Werner

Die zwischenzeitlich gestoppte Rotmarkierung der Hittorfstraße wird jetzt fortgesetzt. Das hat die Bezirksvertretung Münster-Mitte am Dienstagabend mit den Stimmen aller Parteien außer der FDP beschlossen. Damit ist auch klar, dass der bei Anwohnern heftig umstrittene Wegfall von Parkplätzen umgesetzt wird. Konkret sehen die jetzt gültigen Standards für Fahrradstraßen vor, dass jeweils nur an einer Straßenseite geparkt werden darf.

Auf Antrag des Ratsbündnisses aus Grünen, SPD und Volt hat das Beschlusspapier aber noch eine wesentliche Änderung erhalten. So wurde die Stadtverwaltung damit beauftragt zu prüfen, ob man die (verbleibenden) Parkflächen nicht als Anwohnerparkplätze ausweisen kann. Das würde den Interessen der Anlieger sehr entgegen kommen, da in den vielen Bürgergesprächen der vergangenen Monate immer wieder angesprochen worden war, dass Berufspendler das Quartier regelmäßig zuparken würden.

Während die CDU diesen Schritt ausdrücklich begrüßte, lehnte sie einen anderen Beschluss des Ratsbündnisses ab. Mehrheitlich wurde beschlossen, dass separate Abstellflächen für Lastenräder geschaffen werden, ebenfalls zu Lasten von Parkflächen für Autos.

Weniger Parkplätze

In der Aussprache betonten Vertreter aller Fraktionen, dass auf kommunikativer Ebene bei der Umsetzung des Fahrradstraßenkonzeptes an der Hittorfstraße vielleicht nicht alles richtig geklappt habe. In der Sache indes gehe die Rotfärbung und auch die Verringerung der Parkmöglichkeiten in die richtige Richtung. Kai Meyer vor dem Esche (Grüne) drückte es so aus: „Münster ist für diese Automenge nicht ausgerichtet.“ Auch Martin Grewe (Volt) betonte unmissverständlich, dass der Autoverkehr zurückgefahren werden müsse – um etwa 50 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts.

Rotfärbung als neuer Standard

Die Hittorfstraße, die die Hüfferstraße mit der Einsteinstraße verbindet, ist bereits seit Jahrzehnten eine Fahrradstraße, ohne dass dies konkret wahrgenommen wurde. Seit einigen Jahre gelten aber die zu Zeiten des schwarz-grünen Ratsbündnisses festgezurrten neuen Standards. Sie sehen neben der Rotfärbung auch eine genau festgelegte Mindestbreite sowie Restriktionen für parkende Autos am Straßenrand vor.

Startseite