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Registrierungsaktion für Stammzellenspender

„Schon ein potenzieller Spender ist Gold wert“

Münster

Alle zwölf Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie. Hoffnung macht, dass die Krankheit über eine Stammzellenspende heilbar ist. Studierende und der DKMS in der Mensa am Ring warben nun für eine Registrierung.

Einige Studierende ließen sich am Donnerstag in der Mensa am Ring registrieren. Foto: Luca Pals

„Es geht nicht darum, möglichst viele für die Aktion zu überreden. Schon einer, der irgendwann als Spender infrage kommt, ist ein Gewinn. Es geht um Menschenleben.“ Für Dominik Brackhagen, Volunteer bei der DKMS, ist die Aktion am Donnerstagvormittag eine Herzensangelegenheit. Für einige Stunden stand er zusammen mit Studierenden in der Mensa am Ring sowie an der Zentralbibliothek – für die Registrierung potenzieller Stammzellenspender.

Die DKMS ist der weltweit größte Dateienverbund mit bisher elf Millionen Freiwilligen. 70 Prozent aller weltweit Registrierten befinden sich in dieser Datenbank. In sechs Ländern agiert die DKMS. Die meisten Spender kommen aus Deutschland. Dennoch müsse das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit gerückt werden: „Es ist sehr schwierig, passende Spender zu finden, weil viele verschiedene Faktoren wie bestimmte Gewebemerkmale vorhanden sein müssen“, erklärt Brackhagen. Blutkrebs sei allerdings eine Krebsart, die heilbar ist.

Besonders wichtig: Junge Menschen

Kosten entstehen für diejenigen, die sich registrieren lassen, nicht. Immer wieder nahmen Studierende am Donnerstag das Angebot an: „Junge Menschen sind besonders wertvolle Spender, weil sie meist fit und sehr gesund sind. Natürlich sind sie auch lange in der Datenbank“, so Elina Richter von der Studierendengruppe der DKMS. Registrieren können sich alle zwischen 17 und 55 Jahren. Vor Ort wurde über einen QR-Code ein Fragebogen ausgefüllt, es folgten drei Abstriche im Wangenbereich – nach zehn Minuten war alles erledigt.

Zwei Spenden-Varianten

Ist ein potenzieller Spender ausfindig gemacht worden, folgen weitere Tests und Untersuchungen. Generell gibt es zwei Methoden, Stammzellen zu spenden. „Am häufigsten ist die periphere Entnahme, dabei werden Stammzellen aus dem Blut gewonnen“, so Brackhagen. Außerdem gibt es die Knochenmarkentnahme. Die Wahrscheinlichkeit, als Spender kontaktiert zu werden, liegt laut Brackhagen bei einem Prozent. Eine zweite Aktion findet am Mittwoch (5. Oktober) in der Mensa am Ring und an der Zentralbibliothek statt.

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