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Studie zum Brustkrebs-Screening verlängert

Schon fast 100.000 Teilnehmerinnen

Münster

Brustkrebs bereitet vielen Frauen Sorgen. Früherkennung ist für eine erfolgreiche Therapie entscheidet. Dazu darf an Münsters Universität jetzt weiter geforscht werden.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert weiter die systematische Brustkrebs-Früherkennung. Foto: UKM-Radiologie Münster

An der Universität Münster werden Fortentwicklungen digitaler Bildgebungstechniken zur Früherkennung von Brustkrebs und ihre Auswirkung auf die Effizienz im Mammographie-Screening erforscht. Zu Aktivitäten auf diesem Feld gehört mit „ToSyMa“ die weltweit größte Studie ihrer Art: In den 17 Studienzen­tren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurden von 2018 bis Ende 2020 – also trotz der Corona-Hemmnisse – genau 99 689 Frauen für diese diagnostische Vergleichsstudie gewonnen. Die Datenbank wird am 30. Juni geschlossen – aber ToSyMa läuft weiter: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Ausweitung der Studie, für die ursprünglich nur 80 000 Teilnehmerinnen vorgesehen waren, mit mehr als 1,6 Millionen Euro bis 2025.

Mammographie

Die DFG unterstützt damit das Ziel, die Chancen einer veränderten Brustkrebsentdeckung zu beurteilen: In der von einem interdisziplinären Team der Universität Münster erarbeiteten ToSyMa-Studie wird geprüft, ob die technische Weiterentwicklung der digitalen Mammographie zum Schichtbildverfahren (digitale Brust-Tomosynthese) den derzeitigen Standard im Screening voranbringt. Dieser besteht aktuell in einer zweidimensionalen mammographischen Brustuntersuchung.

Die hohe Zahl der teilnehmenden Frauen belegt nach den Worten von Studienleiter Prof. Dr. Walter Heindel die hohe Akzeptanz der systematischen Brustkrebs-Früherkennung im deutschen Screening-Programm. Der Direktor der Klinik für Radiologie und Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster (UKM) berichtet von weltweit hohen Erwartungen an die Studie.

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