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Heino Falcke zu Gast im LWL-Planetarium

Schwarzen Löchern auf der Spur

Münster

2019 gelang Heino Falcke gemeinsam mit anderen Astronomen das erste Bild eines schwarzes Lichts – eine Sensation im Bereich der Weltraumforschung. Am 17. Januar präsentiert der Forscher im LWL-Planetarium, wie es dazu kam. 

Heino Falcke hält in Münster einen Vortrag über schwarze Löcher. Foto: Boris Breuer

Es war eine Weltsensation: Am 10. April 2019 präsentierte Prof. Dr. Heino Falcke das erste Bild eines schwarzen Lochs – ein Wendepunkt in der Astronomie. In einem Vortrag im Planetarium des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erklärt Falcke am 17. Januar (Dienstag) ab 19.30 Uhr, wie es zu den spektakulären Aufnahmen kam.

Falcke stellt im Rahmen seines Vortrags mittels der 360-Grad-Projektion des LWL-Planetariums einen Film über seine Entdeckungen sowie sein neues Buch „Licht im Dunklen“ vor. Er berichtet von den ersten Blicken der Menschen hoch zum Himmel, zieht den Bogen bis zur modernen Astrophysik, der Erforschung der Schwarzen Löcher und den noch nicht enthüllten Geheimnissen des Universums – und was das mit uns Menschen zu tun hat.

Schwarzes Loch  - ein großes Rätsel

Der Radioastronom erzählt, wie er in einer globalen Gemeinschaftsleistung mit seinen internationalen Kollegen die ganze Welt in ein riesiges Teleskop verwandelt hat und so dem größten Rätsel des Universums, einem schwarzen Loch, ins Auge schauen konnte.

Doch was bedeutet das für die Zukunft der Astrophysik? Welche Rolle kann der Mensch im Universum spielen? „Schwarze Löcher sind sowieso die widersprüchlichsten Objekte im ganzen Weltall. Sie beinhalten zum einen das tiefste Dunkel und tiefste Schwarz, aber sind gleichzeitig auch die hellsten Objekte im Universum, weil das Gas um sie herum so hell wird. Zudem verschlucken schwarze Löcher alles, sogar Licht. Aber sie sind, und das ist unsere neueste Erkenntnis, auch in der Lage, Materie hinauszuschleudern, bevor sie hineinfällt. Dieser Prozess geschieht eben mit jenen Magnetfeldern, denen wir 2020 auf die Spur kommen konnten.” Heino Falcke berichtet, wie seinem Team und ihm das erste Foto eines Schwarzen Loches mit dem Event Horizon Telescope gelang.

Professur in den Niederlanden

Prof. Dr. Heino Falcke lehrt an der Radboud-Universität Nijmegen und promovierte an der Universität Bonn. Er arbeitete unter anderem am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und war an Projekten der Europäischen Weltraumorganisation beteiligt. Der Vortrag ist in sich abgeschlossen und ohne Vorkenntnisse für Besucher ab zwölf Jahre geeignet.

Der Eintritt kostet neun Euro (fünf Euro ermäßigt), Tickets unter tickets.lwl.org.

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