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Attacke auf Auto mit AfD-Etikett

Schwere Zeiten für AfD-Anhänger

Münster

Heinrich Moß ist sauer. Gleich zwei Mal wurde sein Auto verunstaltet. Einmal wurde die Scheibe mit Etiketten beklebt, ein anderes Mal wurde das Fahrzeug mit Farbe bespritzt.

Klaus Baumeister

Diese Etiketten kleben auf dem Auto von Heinrich Moß. Foto: Privat

Auf jeden Fall hat er inzwischen die Polizei eingeschaltet und Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Zumindest im Fall der Etiketten ist die Motivation der Täter klar erkennbar. Moß hat ein – gut sichtbares – Parteizeichen der AfD angebracht.

AfD-Gegner wiederum überklebten dieses Etikett mit dem Spruch „Rassistische Kackscheiße“. Die AfD sei eine demokratisch zugelassene Partei, Passaten müssten den Anblick eines Parteizeichen aushalten, „ohne gleich das Auto zu verunstalten“, findet Moß.

Wegen des politischen Hintergrunds wird der Vorgang vom Staatsschutz behandelt. Trotz der politisch aufgeheizten Stimmung im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte halten sich die Fälle verunstalteter Autos aber in Grenzen, so eine Polizeisprecherin. „Derzeit sind es zwei Fälle in Münster und einer im Umland.“

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