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Antje Rávik Strubels Roman „Blaue Frau“ als Theaterstück in Münster

Sehnsucht nach Sühne in Helsinki

Münster

Der Roman „Blaue Frau“, im letzten Herbst mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, verwebt den Blick auf die politische Situation Europas mit der berührenden Geschichte einer missbrauchten Frau. In Münster gibt es jetzt eine Bühnenversion von Antje Rávik Strubels Buch.

Von Harald Suerland

Immer mal wieder taucht die „Blaue Frau“ (Regine Andratschke) in der Nähe Adinas (Rose Lohmann) auf. Foto: Sandra Then

Ein kleiner Kühlschrank, aus dem Adina immer wieder eine Flasche herausnimmt: Dieses zentrale Requisit auf Jeremias Böttchers Bühne weist schon zu Beginn auf das Verbrechen hin, das der Hauptfigur widerfährt. Leser des Romans „Blaue Frau“ von Antje Rávik Strubel wissen, dass Adina bei ihrem Aufenthalt in der Uckermark erst vergewaltigt und dann durch Einsperren mundtot gemacht wird. Doch Regisseurin Isabel Osthues, die später den Kulminationspunkt ihrer Bühnenbearbeitung noch mit dem Herankarren weiterer Kühlschränke vorbereitet, belässt es dann bei solchen Andeutungen. Nicht ganz einfach für jene Zuschauer, die unvorbereitet ins Theater gekommen sind.

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