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Temporäre ASB-Impfstelle 

Corona-Spritztour ganz ohne großen Rummel

Münster

Seit 2021 gibt es eine Teststelle des ASB auf dem Send. Einen Tag lang fungiert sie nun als Impfstelle – bis 20 Uhr. Das Konzept scheint aufzugehen . . .

Die ersten Impfwilligen stehen schon zehn Minuten vor Betriebsbeginn an der Impfstation auf dem Send. Foto: spe

Niemand wird abgewiesen. Aber wer zu früh kommt, muss warten. Denn die Corona-Teststation des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) auf dem Send wird nur für einen einzigen Tag zur Impfstelle umfunktioniert – die Vorbereitungen im Container am Schlossplatz Nord dauern bis zur letzten Minute. Aber dann: Herzlich willkommen!

Niemand wird abgewiesen. Es könnte zwar passieren, dass Dr. Kenneth Forsberg im Beratungsgespräch aus medizinischen Gründen von der Corona-Impfung abrät. Doch die Impfwilligen, die zum Teil schon vor 15 Uhr anstehen, kennen sich aus.

Fahrradtour zur Corona-Impfung

Zum Beispiel Dirk Brommert. Der wollte sich eigentlich im Jovel impfen lassen – und hörte erst dort von der Impfstelle auf dem Send. Oder Wilhelm Schelhove aus Ostbevern. Der nutzt das schöne Wetter für eine Impf-Radtour nach Münster – eine Spritztour gewissermaßen.

Zwei junge Damen sind weit von der Altersgruppe Ü 60 entfernt, der ein Booster empfohlen wird. Aber beide sind vorerkrankt und erleben gerade im Freundeskreis, wie die zweite und dritte Coronawelle durchrauscht; da hoffen sie auf den aktuellen Varianten-Impfstoff. Und die ältere Dame kommt zur Send-Station, weil sie hier keine Online-Anmeldung braucht: „Ich habe doch kein Internet!“

Viele haben noch keine einzige Impfung

Das ist ganz im Sinne des sechsköpfigen ASB-Teams: möglichst viele Menschen erreichen, die das klassische Angebot nicht wahrnehmen. Auf 200 Impfwillige hoffen die Beteiligten im Verlauf der fünfstündigen Aktion, die vom Bündnis „Gemeinsam für Münster“ verantwortet wird – nicht unwahrscheinlich angesichts des Zuspruchs in der ersten halben Stunde.

Die Impfstelle auf dem Send wird wegen ihrer günstigen Lage gern angenommen. Auf den Gedanken, nach dem Piks noch den Send zu besuchen, kommt kein einziger der Befragten . . .

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