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Neues Festival „Made in Münster“

Sieben Bands teilen sich die Bühne

Münster

Münster hat ein neues Musikfestival: „Made in Münster“. Die Band Kings & Hurricanes initiierte das neue Format und bot als Organisator insgesamt sieben Gruppen eine Auftrittsmöglichkeit vor 200 Besuchern.

Von Maria Conlan

Die Gruppe „Kings & Hurricanes“ hatte beim Festival „Made in Münster“ selbst einen 40-minütigen Auftritt. Ansonsten sorgten die Bandmitglieder für die Festivalorganisation. Foto: con

Mehr als sechs Stunden lang feierten am Samstag 200 Musikfans das neue Festival „Made in Münster“ am Hawerkamp. Von Elektro-Indie über Ska, Pop, Hip-Hop bis Punkrock gab es ein buntes Bild von Münsters vielfältiger Musikszene – und das alles dank der Musiker von „Kings & Hurricanes“: Leon Hermann, Sebastian Meschke, Maxi Pfleider, Carina Robering und Luca Witte.

Die Idee wurde im Corona-Lockdown geboren. Die Gruppe wollte wieder auftreten, also musste ein Onlineevent her. Doch als es in Präsenz möglich war, wurde ein siebenfaches Heimspiel daraus: ein Festival mit gleich sieben münsterischen Musikgruppen ganz verschiedener Musikstile.

Und der Sprung ins kalte Wasser für die jungen Künstler, die vorher noch nie so ein Event auf die Beine gestellt hatten, wurde ein voller Erfolg.

Sommerwetter und gute Laune

Auf dem Gelände des Sputnikcafés wurde bei bestem Sommerwetter und guter Laune getanzt, geklatscht, gejubelt, gefeiert. Die fünf Musiker bauten auf und ab, moderierten, saßen an der Kasse, waren Mädchen (und Jungen) für alles – und mittendrin traten sie selbst für 40 Minuten auf.

Das neue Festival „Made in Münster“ bewies, wie vielfältig, laut, talentiert Münsters Musikszene ist. Die Auswahl lief im Vorfeld harmonisch ab, das Programm wurde gestaltet mit 30- bis 60-minütigen Auftritten, alles akribisch getaktet: Skartoffel, Teacup Universe, Scarter, Turn A, Old Sparky, Red Ivy und mittendrin Kings & Hurricanes begeisterten die Festivalbesucher.

„Die Band ist daran gewachsen“

Luca Witte war glücklich, dass mit Liba ein Sponsor mit viel Erfahrung ihnen den Rücken für ein solches Event stärken konnte. Die Organisation wurde immer wieder von den anderen Gruppen auf der Bühne gelobt. Es war im Grunde eine doppelte Premiere: erstmals dieses Festival, das erste Mal alle Hintergrundarbeit von Newcomern bewältigt. „Es war so, als ob wir mit einem Segelbootführerschein die Titanic gesteuert haben“, beschrieb Maxi Pfleider die Herausforderung. Die Band sei daran gewachsen, sind sich die Organisatoren einig. Eigentlich sind sie Philosophen, Psychologiestudenten, Grafikdesigner und Ingenieure, doch mit ihrem Einsatz und starker Resilienz gegenüber Rückschlägen haben sie alles bestens gemeistert: „Es hat alles so unverschämt gut funktioniert“, kommentierte Witte.

Eine neue Plattform für Newcomer ist ins Leben gerufen, und alle hoffen auf eine Wiederholung 2023. Zudem war es eine Non-Profit-Veranstaltung. Die Einnahme gehen an die Kinderkrebshilfe.

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