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Vorbereitungen für „Holiday on Ice“

So kommt das Eis in die Halle

Münster

Alle Jahre wieder – zumindest außerhalb irgendwelcher Pandemiezeiten - verwandelt sich die Halle Münsterland in eine riesige Eislaufbahn. Bis das Eis für „Holiday on Ice“ allerdings zur Bühne werden kann, ist einiges an Vorarbeit nötig.

Damit „Holiday on Ice“ in der Halle Münsterland stattfinden kann, sind einige Vorbereitungen nötig. Foto: pd

Nur noch eine Woche – dann gastiert die internationale Eisrevue „Holiday on Ice“ in Münster. Für die Aufführungen von „A New Day“, der neuen Produktion von „Holiday on Ice“, ist dabei im Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland zum Jahreswechsel extra eine eigene Eisfläche eingebaut worden.

Ein Großaufgebot an Technik und Know-how ermöglicht die eisige Bühne, die die Artisten auf Schlittschuhen für ihre anspruchsvolle Performance benötigen. Insgesamt 48 Stunden brauchen die Profis laut Pressemitteilung, um das Show-Eis zwischen den Tribünen einzuziehen.

Anreise in zwei 40-Tonnern

Das gesamte Equipment – die Kühlplatten und die Eismaschine – reist in zwei 40-Tonnern, begleitet von einem Eismeister von „Holiday on Ice“-Productions und seinen Helfern, bereits kurz vor Weihnachten nach Münster, um mit den aufwendigen Vorbereitungen zu beginnen.

Die Techniker der Halle Münsterland haben dann schon den Hallenboden präpariert, indem sie das Parkett mit einer 100 Quadratmeter großen Plastikfolie vor Kälte und Feuchtigkeit schützen und mit einer etwa drei Zentimeter dicken Styroporschicht auslegen. Beim sogenannten „Ice get in“ platzieren sie auf dieser Basis mit vereinten Kräften schwere Platten aus Aluminium, die zum Fundament der Show werden.

Für „A New Day“ zieht die Eismaschine die Eisfläche bis zu acht Mal am Tag glatt. Foto: pd

Sind alle Anschlüsse sicher gelegt, beginnt die Eismaschine vor der Halle mit ihrer Arbeit. Ungefähr 5000 Liter Kühlflüssigkeit pumpt sie durch die Platten, bis langsam ein Eispanzer die armdicken Schläuche zwischen Maschine und Boden überzieht. Das System muss auf minus zehn Grad heruntergekühlt werden. Während dies geschieht, bauen die Techniker eine wasserdichte Wanne aus Holzbrettern, Sägemehl und Sand.

Erst wenn diese Arbeiten erledigt sind, kann der Eismeister vorsichtig das erste Wasser auf die kalten Platten sprühen, damit es gefriert. Millimeter für Millimeter baut sich nun die Eisfläche auf. Eine Geduldsprobe, denn für drei Zentimeter Eis braucht es etwa 30 Stunden.

80 Kilo Marmorstaub sorgen für weißes Eis

Um das Show-Eis aus optischen und lichttechnischen Gründen weiß werden zu lassen, müssen zusätzlich 80 Kilogramm Marmorstaub – in Wasser aufgelöst – aufgetragen werden. Nach nochmals vier Zentimetern ist das Eis dann fertig.

Ein Großaufgebot an Technik und Know-how ermöglicht die eisige Bühne, die die Artisten auf Schlittschuhen für ihre anspruchsvolle Performance benötigen. Foto: Rico Ploeg

Die Premiere in Münster findet am Donnerstag (29. Dezember) statt, die letzte Vorstellung Neujahr (Sonntag). Übrigens: Für „A New Day“ zieht die Eismaschine die Eisfläche bis zu acht Mal am Tag glatt. Und ausgebaut wird das Eis nicht etwa durch Auftauen. Stattdessen wird es zerhackt, um dann außerhalb der Halle zu schmelzen.

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