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Interview mit Olaf Blaschke

Sozialreformer im Zwielicht: Historiker sieht Franz Hitze als Repräsentanten des katholischen Antisemitismus

Münster

Vor 100 Jahren starb der Sozialreformer Franz Hitze (1851-1921). Seine sozialpolitischen Verdienste sind unbestritten. Sein jugendlicher Antisemitismus allerdings wirkt, auch wenn er zeitbedingt zu erklären ist, erschreckend. Der Historiker Prof. Olaf Blaschke von der Universität Münster, der vor 25 Jahren mit einer Doktorarbeit über den katholischen Antisemitismus promoviert wurde, hat jetzt wissenschaftlich dargelegt, dass der junge Franz Hitze ein Antisemit war. Im Interview erklärt er, wie das historisch einzuordnen ist.

Von Norbert Robers und Johannes Loy

Franz Hitze, (1851-1921)  Foto: LWL-MedienzentrumWWU

Das „Franz-Hitze-Gedächtnisjahr” erinnert an den Geburtstag des großen Sozialreformers vor 170 Jahren sowie an seinen Tod vor 100 Jahren, am 20. Juli 1921. Der Historiker Prof. Olaf Blaschke von der Universität Münster, der vor 25 Jahren mit einer Doktorarbeit über den katholischen Antisemitismus promoviert wurde, hat in einem Aufsatz für die in diesem Jahr erscheinenden Westfälischen Forschungen dargelegt, dass der junge Franz Hitze (1851-1921) antisemitisch war. Gegenüber Norbert Robers, dem Pressesprecher der Universität Münster, und unserem Redaktionsmitglied Johannes Loy erläutert er seine Forschungserkenntnisse.

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