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Alex-Talk zum Thema Long-Covid

Spätfolgen für Körper und Psyche

Münster

Etwa eine halbe Million Menschen in Deutschland leiden Schätzungen zufolge an den Spätfolgen einer Corona-Infektion. Doch wieso kommt es zu Long-Covid? Und wie sehen die Behandlunsgwege aus? Ein Expertenduo referiert darüber im nächsten Alex-Talk.

 

Chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen und andere Symptome können Covid-19-Erkrankte noch lange begleiten. Beim Alex-Talk am 26. Januar stehen die Alexianer-Chefärztin Prof. Dr. Judith Alferink und Dr. Andreas Gröschel (Chefarzt für Innere Medizin und Pneumologie am Clemenshospital) Betroffenen auch für persönliche Fragen zur Verfügung. Foto: Stock.Adobe

Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Herzrasen, Muskel- oder Gliederschmerzen – das sind nur einige der Symptome, die Erkrankte nach einer überstandenen Corona-Infektion noch lange begleiten können. Betroffen sind nicht nur Menschen mit schweren Verläufen, sondern auch Infizierte mit milden Symptomen fühlen sich manchmal noch lange körperlich oder psychisch beeinträchtigt.

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland aktuell etwa eine halbe Million Menschen an den Spätfolgen einer Infektion. Was sind die Ursachen von Long-Covid? Wie hängen somatische und psychische Symptome zusammen? Und wie sehen aktuelle Behandlungswege für Betroffene aus? Antworten auf diese und weitere Fragen zu Long-Covid mit einem umfassenden Blick auf Körper und Psyche möchte ein erfahrenes Alexianer-Expertenduo beim digitalen Alex-Talk am Mittwoch (26. Januar) um 18 Uhr im Gespräch mit WN-Redakteur Stefan Werding geben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich über Email oder Chat auch mit persönlichen Fragen an die Experten zu wenden.

Zusammenhänge noch nicht hinreichend geklärt

„Nach mehr als zwei Jahren Pandemie sind trotz zahlreicher internationaler Studien, die sich um eine Aufklärung der Langzeitfolgen bemühen, die Zusammenhänge dieser komplexen Virusfolgeerkrankung noch nicht hinreichend geklärt“, bilanziert Prof. Dr. Judith Alferink, Chefärztin des Alexianer Krankenhauses Münster. Viele Corona-Patienten leiden etwa unter Gedächtnisproblemen, Geruchs- und Geschmacksstörungen oder Kopfschmerzen. „Damit stellt sich etwa die Frage, wie sich das Virus seinen Weg in unser Gehirn bahnt“, erläutert Alferink.

Bei möglichen Antworten kann sich die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie auch auf Erfahrungen aus ihrer Forschungstätigkeit stützen. Denn als Leiterin der Forschungsgruppe für Immunbiologie psychischer Erkrankungen an der Klinik für Psychische Gesundheit des UKM widmen sich Alferink und ihr Team zum Beispiel auch den Zusammenhängen zwischen Immunantwort und Nervensystem. Angststörungen, Panikattacken oder Depressionen können sich als weitere psychische Folgeerkrankungen einstellen. Auch diese nimmt Alferink in den Blick.

Andauernde Gewebeschäden

Auf die körperlichen Spuren einer Corona-Infektion fokussiert sich Dr. Andreas Gröschel (Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Pneumologie am Clemenshospital). „Insbesondere bei schweren Verläufen kann es nach einer Infektion zum Beispiel in der Lunge oder in den Gefäßwänden zu andauernden Gewebeschäden kommen“, erläutert der Facharzt für Pneumologie, Intensivmedizin und Infektiologie und ergänzt: „Symptome der chronischen Erschöpfung (Fatigue) können etwa durch eine Minderdurchblutung entstehen, anhaltende Entzündungsreaktionen sogar kleine Gerinnsel hervorrufen, die die Blutzufuhr behindern“, erklärt Gröschel.

Wer mehr erfahren möchte oder Fragen an das Expertenteam hat, ist zum moderierten Live-Vortrag am 26. Januar um 18 Uhr eingeladen. Anmeldungen zum kostenlosen Vortrag sind nicht erforderlich. Unter www.alexonline-muenster.de finden Interessierte den Zugang. Die eigenen Fragen können dort anonym per Chat oder Email (alexonline.ms@alexianer.de) gestellt werden.

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