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Gemeinden im Südviertel laden zum ökumenischen Treffen ein

Spaziergang in den Advent

Münster

Der Weihnachtsmarkt ist nicht genug. Wer sich im Advent auch geistlich auf das kommende Weihnachtsfest vorbereiten möchte, kann sich an den „Ökumenischen Abendspaziergang“ halten. Der ist überwiegend draußen, und Glühwein gibt es auch.

Von Lukas Speckmann

Sie freuen sich darauf, beim Ökumenischen Abendspaziergang die erste Adventskerze zu entzünden (v.l.): Pfarrer Volker Roggenkamp (Matthäusgemeinde), Hans-Georg Heblik (St. Johannes), Pfarrer Martin Mustroph (Thomasgemeinde), Pastoralassistentin Margarete Schylek und Pastor Hubertus Krampe (St. Joseph-Münster Süd) sowie Prädikantin Dr. Gabriele Bieling (Thomasgemeinde) Foto: spe

Der „Abendspaziergang“ ist eine Ökumene-Institution in Münster. Die Kirchengemeinden im Süd- und Geistviertel – katholisch, evangelisch und altkatholisch – laden seit vielen Jahren dazu ein, gemeinsam von Kirche zu Kirche zu ziehen, zu singen, zu beten und Impulse zu hören. Der Zuspruch ist traditionell groß. 2020 wurde die beliebte Veranstaltung der Corona-Pandemie wegen abgesagt. 2021 hingegen findet der Abendspaziergang statt, trotz höherer Inzidenz: Am Samstag (27. November) beginnt der Reigen in der Heilig-Geist-Kirche an der Metzer Straße.

Eigentlich geht es um 19.30 Uhr los. Aber es wird empfohlen, etwas früher da zu sein – denn zuvor wird auf dem Kirchplatz die 3G-Kontrolle vorgenommen. Wenn die Genesungs-, Impf- oder Testnachweise erfasst sind, bekommen alle ein farbiges Bändchen, damit das Verfahren nicht an jeder Kirchentür wiederholt werden muss.

Seiteneinstieg ist nicht vorgesehen

Die weiteren Regeln: Draußen muss keine Maske getragen werden, drinnen schon. Gesungen wird nicht, allenfalls lässt sich ein Refrain mitbrummen. Der Seiteneinstieg in die gemeinsame Runde ist wegen der 3G-Kontrolle ausnahmsweise nicht vorgesehen.

In der Heilig-Geist-Kirche, der Trinitatis-Kirche, der Matthäuskirche und der St.-Joseph-Kirche gibt es jeweils einen geistlichen Impuls, dabei wird die erste Adventskerze entzündet – denn der Advent beginnt ja bereits am Sonnabend. „Die Menschen lechzen danach, sich wieder zu treffen“, sagt Pfarrer Martin Mustroph, „sie empfinden es als ein Wiedersehen.“

Glauben und Gemeindeleben in Zeiten der Pandemie

Damit ist das Leitthema gesetzt: Wiedersehen, Wiederkommen, Wiederfinden und Wiedererkennen – das hat natürlich mit Glauben und Gemeindeleben in Zeiten der Ansteckungsgefahr zu tun. Die Beteiligten hoffen, mit dem Spaziergang auch Menschen zu erreichen, die sich nicht einer Gemeinde zugehörig fühlen.

Der Rundgang ist eng getaktet: Gegen 21 Uhr ist der Abschluss in der St.-Joseph-Kirche vorgesehen. Dazu gibt es Orgelmusik mit Hand und Fuß von Winfried Müller – und bestimmt auch etwas Glühwein.

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