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Kitaplatzvergabe

SPD sieht weiter große Mängel

Münster

In den letzten Wochen haben Familien in Münster Zu- und Absagen für das kommende Kita-Jahr erhalten. Überarbeitete Auswahlkriterien sollten dabei für mehr Transparenz bei der Vergabe der begehrten Plätze sorgen. Für Münsters SPD-Frauen ist das eigentliche Problem damit nicht gelöst.

wn

Franziska Kaiser Foto: AsF Münster

„Die neuen Vergabekriterien dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in Münster auch nach Abschluss des Verfahrens noch Hunderte Familien verzweifelt auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihre Kinder sein werden“, kritisiert Franziska Kaiser, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF).

Die neuen Vergaberichtlinien gelten derzeit nur für städtische Einrichtungen – und damit für lediglich 29 von 180 Kitas. Weniger werden bei der Platzvergabe unter anderem Geschwisterkinder und Wohnortnähe berücksichtigt, der Umfang der elterlichen Erwerbstätigkeit hingegen stärker. Eine Situation, die Susanne Eiynck-Smith so nicht hinnehmen möchte: „Es ist enorm wichtig, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht an fehlenden Betreuungsplätzen scheitert. Letztlich ist eine Kita aber eine Bildungseinrichtung – und Bildungschancen dürfen nicht an die Erwerbstätigkeit von Eltern geknüpft sein. Wer das Problem nicht nur verlagern, sondern lösen will, muss schnellstmöglich Betreuungsplätze schaffen.“ Kommunale Familienpolitik müsse als Teil der Wirtschaftsförderung gesehen werden.

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