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Kooperation hilft schwer erkrankten Kindern zurück in den Sport

Sport und Bewegung immer wichtiger

Münster

Schwerkranke Kinder und Jugendliche brauchen vor allem eines, um schnell wieder auf die Beine zu kommen: viel Bewegung. Am UKM setzen sich Familienhaus und Helen-Kellen-Schule gemeinsam dafür ein.

Seit über 30 Jahren unterstützt das Familienhaus am UKM e.V. junge Patient:innen und ihre Familien in besonders belastenden Lebensphasen. In einer Kooperation von Familienhaus und Helen-Keller-Schule (Klinikschule der Stadt Münster) setzen sich Simon Schlattmann (r.) und Dr. Matthias Marckhoff dafür ein, schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen den Wiedereinstieg in ein aktives und bewegungsfreudiges Leben zu ermöglichen. Foto: pd

Seit über 30 Jahren unterstützt das Familienhaus am Uniklinikum (UKM) junge Patientinnen und Patienten mit ihren Familien in besonders belastenden Lebensphasen. In einer Kooperation des Familienhauses und der Helen-Keller-Schule als Klinikschule setzen sich Simon Schlattmann und Dr. Matthias Marckhoff laut Pressemitteilung dafür ein, schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen den Wiedereinstieg in ein aktives und bewegungsfreudiges Leben zu ermöglichen.

In einer Stadt wie Münster lag es auf der Hand, einen ersten Schwerpunkt im Bereich des Radfahrens zu setzen. Aus eigener Erfahrung weiß Simon Schlattmann: „Wer trotz Handicap Radfahren kann, wird unabhängig. Das Fahrrad sichert soziale Teilhabe.“ Vor diesem Hintergrund konnte bald – mit Unterstützung der Kinderkrebshilfe Münster, der Kinderkrebshilfe Weseke, der Sparkasse Münsterland Ost sowie etlichen kleineren Spenden – am Familienhaus eine großzügige Fahrradgarage inklusive Werkstattbereich errichtet werden. Hierin finden inzwischen nicht nur die zahlreichen Räder aus dem Spezialradverleih ihren Platz, sondern es kommen auch regelmäßig Schülerinnen und Schüler der Klinikschule hierher, um sich Mountainbikes für den Sportunterricht zu leihen, oder um, unter Anleitung, Reparaturen und Wartungsarbeiten vorzunehmen.

Fahrradwerkstatt und Kletterturm

Der über neun Meter hohe Sportkletterturm im Garten des Familienhauses zieht aber mindestens genauso viele Kinder und Jugendliche an. Durch eine große Spende der Kinderkrebshilfe Weseke, die Unterstützung der Baufirma Kappel, „Ein Herz für Kinder“ und der Sparkasse Münsterland Ost konnte dieses zweite Großprojekt der Sportkooperation von Familienhaus und Klinikschule dieses Jahr fertiggestellt werden. „Wenn Kinder beim Klettern erleben, was sie trotz ihrer Erkrankung leisten können, dann wirkt sich das auch auf andere Lebensbereiche aus“, unterstreicht Dr. Marckhoff die Bedeutung des Sports für diese besonders vulnerable Gruppe von Kindern.

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