Pläne für die Hammer Straße

Sportbund für Bahnhaltepunkt am Preußenstadion

Münster

Die diese Woche vorgestellten Pläne für den Neubau des Stadions stoßen beim Stadtsportbund Münster auf große Begeisterung. Besonders eine der Varianten hat es dem Sportbund angetan.

wn

So könnte das Preußenstadion idealerweise aussehen. Foto: Visualisierung: Drees & Sommer

Der Stadtsportbund Münster (SSB) begrüßt die vorgelegte Pläne für den Stadionausbau und bezieht konkret Stellung zu den verschiedenen Varianten. „Wir favorisieren ganz eindeutig die Grundvariante V mit einer maximalen Zuschauerkapazität von 21.115, nicht zuletzt, weil dann ein reines, geschlossenes Fußballstadion entsteht und zukünftige weitere Ausbauschritte vermeidbar sind“, sagt der SSB-Vorsitzende Michael Schmitz.

Dem SSB sei bewusst, dass diese Variante teurer sei, doch eine Erweiterung im Laufe der Zeit würde aus seiner Sicht noch mehr kosten. Außerdem sei in dem Stadion an der Hammer Straße an allem gespart worden, was in anderen Stadien der zweiten, dritten oder vierten Liga längst Standard sei.

Umgang mit dem Stadion "trauriges Kapitel"

„Schiefe Ränge, unzureichende Sanitäranlagen, Teilsperrungen, kein Regen- oder Sonnenschutz, fehlende Familienfreundlichkeit der Anlage“, zählt SBB-Vorstand Schmitz auf und verweist darauf, dass in Münster bei den anderen Planungen und Bauvorhaben ansonsten meistens der „Goldstandard“ anlegt werde. „Der Umgang mit dem Stadion unseres Bundesliga-Gründungsmitglieds ist ein ganz trauriges Kapitel“, so Schmitz. Daher sei es an der Zeit, die quälende und seit Jahren andauernde Stadion-Debatte zu beenden.

Für den SBB ist dabei gerade die Errichtung eines Bahnhaltepunktes Geist von zentraler Bedeutung: „Eine vernünftige Bahnanbindung für das Stadion ist aus unserer Sicht, gerade auch aus klimapolitischen Erwägungen, ein Gebot der Stunde“, betont Schmitz. Zudem votiert der SBB für die Errichtung einer Geschäftsstelle auf dem Gelände.

Nachhaltige Konzepte verbinden

Aktuell erwartet der Sportbund, dass Konjunkturprogramme zur Bewältigung der Corona-Krise aufgelegt werden, auch für Leuchtturmprojekte im Sport. Im Stadion-Neubau sieht Schmitz dabei die Chance, nachhaltiges Bauen und klimafreundliche Verkehrskonzepte zu verbinden.

Startseite