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Benefizveranstaltung zugunsten von „Münstarity“

Sportpaten machen benachteiligte Kinder stark

Münster

Das münsterische Sportpaten-Projekt hat bereits international für Aufmerksamkeit gesorgt. Am kommenden Montag soll eine Benefizveranstaltung mit viel Prominenz das vom Verein Münstarity geförderte Projekt unterstützen.

Von Karin Höller

Ein Team der Sportpaten Foto: Münstarity

Sport macht Kinder nicht nur körperlich stark, sondern fördert Selbstbewusstsein und Leistungsfähigkeit. Vor allem benachteiligte und unterstützungsbedürftige Kinder sollen von dem seit 2012 laufenden „Sportpatenprojekt“ profitieren, das dem Verein „Münstarity“ eine Herzensangelegenheit ist, wie Vereinsvorsitzende Trixi Bannert betont.

Deshalb blickt sie voller Hoffnung auf ein Benefiz-Golfturnier und eine Abendveranstaltung mit Versteigerung und Tombola am Montag (19. Juli). Bannert hofft auf eine üppige Spendensumme. „Denn wir wollen die wichtige Arbeit der studentischen Sportpaten sicherstellen und weiter ausbauen.“

Veranstaltung ist ausgebucht

Viel Prominenz hat sich für die bereits ausgebuchte Veranstaltung, die von der Provinzial-Geschäftsstelle Janning & Kalthoff auf die Beine gestellt wurde, angesagt. Auf der Golfanlage Aldruper Heide in Greven werden die Gäste unter anderem von dem ehemaligen Skispringer Sven Hannawald begrüßt, der auch beim abendlichen Galaprogramm Trixi Bannert in deren Weinhandlung ab 19 Uhr bei der Benefiz-Versteigerung unterstützen wird.

Wie jüngst bei einer Veranstaltung im münsterischen Rathausfestsaal wird nicht nur die mehrfach ausgezeichnete Gründerin des Sportpatenprojekts, Dr. Marie Ghanbari, online zugeschaltet, sondern auch der frühere Außenminister Sigmar Gabriel, Schirmherr des Projekts.

Selbstbewusstsein stärken

Bisher sind sechs Schulen in Münster beteiligt, die laut Bannert Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsbedingungen mit aktuell 400 Sportpaten aus Uni-Fachbereichen wie Sportwissenschaft, BWL, Erziehungswissenschaft, Jura und Medizin verbinden.

Die Idee: Jeder Sportpate kümmert sich einmal in der Woche einen Nachmittag um ein Kind, das Mobbing, soziale Benachteiligung, Flucht oder Krankheit erlebt hat, mit ihm reitet, klettert, skatet, schwimmt oder Fahrrad fährt und ihm viel Zuwendung schenkt. „Wir wollen diese Kinder nach vorn holen, deren Selbstbewusstsein stärken und Entwicklungsmöglichkeiten verbessern“, bringt es Trixi Bannert auf den Punkt.

Mit diesem Konzept der Sportpaten, das an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wissenschaftlich begleitet werde, habe die münsterische Lehrerin Dr. Marie Ghanbari auch international viel Aufmerksamkeit erfahren. Trixi Bannert erinnert sich daran, dass bei Marie Ghanbaris Auszeichnung als eine der Top-Ten-Finalistinnen des „Global Teacher Prize 2017“ in Dubai Joe Biden die Festrede gehalten habe.

OECD-Direktor als Förderer

Das Projekt wurde in Münster geboren und soll auch in anderen Hochschulstädten Nachahmer finden. Dieses Ziel verfolgt laut Bannert an prominenter Stelle unter anderem der OECD-Direktor Andreas Schleicher.

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