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Versammlung des Stadtfeuerwehrverbands

Stadt investiert in die Wehr

Münster

Die Stadt stellt ausreichend Finanzmittel für neue Gerätehäuser in den Stadtteilen bereit und will auch die Hauptfeuerwache 3 in Hiltrup rasch realisieren. Es fehlt allerdings in Zeiten des Baubooms an Firmen und Planungsbüros, die alle Aufträge zügig umsetzen können.

Helmut P. Etzkorn

Der Stadtfeuerwehrverband kam in Hiltrup zusammen. Foto: hpe

Gute Nachricht für die Feuerwehr: Die Gelder für den Neubau sowie die Sanierung der Gerätehäuser in Geist, Roxel, Albachten, Sprakel, Nienberge und Altstadt stehen im städtischen Haushalt abrufbereit zur Verfügung. Schlechte Nachricht für die Feuerwehr: Es gibt keine Baufirmen und Planungsbüros, die zeitnah aktiv werden können.

„Nach Jahren des städtischen Sparens stehen jetzt alle Ampeln auf Grün. Jetzt müssen wir auch den Tritt aufs Gaspedal machen“, so Stadtrat Heuer beim Treffen des Feuerwehr-Stadtverbandes am Donnerstagabend in Hiltrup. Um angesichts der massiven Konkurrenz an anderen Bauvorhaben die Feuerwehrprojekte rasch zur Realisierung bringen zu können, seien Beharrlichkeit, Druck und Gespräche nötig, so der Ordnungsdezernent.

Personalprobleme im Rettungsdienst

Auch bei der seit 2008 projektierten Feuerwache 3 am Hiltruper Merkureck geht es offenbar endlich vorwärts. Noch in diesem Jahr soll der Rat den Baubeschluss für das Gebäude treffen, aktuell läuft die architektonische Feinplanung. „Wir heben mit dem Neubau für 120 Wehrleute und 16 Fahrzeuge die Gefahrenabwehr in Münster auf ein neues Niveau“, so Heuer.

An der Verbandsversammlung nahmen auch (v.l.) Dr. Jürgen Langenberg (Berufsfeuerwehr Münster), Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer, Bezirksbrandmeister Donald Niehues und Verbandschef Dirk Becker teil. Foto: hpe

Personalprobleme gibt es im Rettungsdienst. Das Einsatzaufkommen steigt in einer wachsenden und älter werdenden Stadt kontinuierlich, parallel dazu werden die Ausbildungsanforderungen an die Sanitäter immer höher. Zusätzliche Stellen und eine bessere Dotierung sollen helfen, die Situation mittelfristig zu entspannen.

Übergriffe auf Einsatzkräfte

Ende des Jahres soll der rund 1,4 Millionen Euro teure Aufbau eines flächendeckenden Sirenensystems für Münster abgeschlossen sein. Ab 2020 könne dann die Bevölkerung erheblich effektiver gewarnt werden.

Bezirksbrandmeister Donald Niehues zeigte sich in seinem Grußwort besorgt über die zunehmende Zahl an Übergriffen auf Einsatzkräfte. Becker: „Pro Woche wird im Regierungsbezirk ein Vorfall gemeldet. Neuerdings werden sogar an abgestellten Rettungswagen Radmuttern losgedreht. Wir können uns gegen diese Art von Gewalt nicht schützen.“

Vielzahl an Weiterbildungen 

Der in seinem Amt bestätigte Stadtverbandschef Dirk Becker will 2019 Fahrsicherheits-Trainings für die rund 1500 Wehrleute in Münster anbieten, ein weiterer Schwerpunkt sei die Zugführer-Weiterbildung und ein Flash-Over-Einsatztraining. Auch das Thema „Bezahlbarer Wohnraum für Wehrleute“ werde weiter verfolgt.

Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Martin Bach (Löschzug Gremmendorf), Schriftführerin ist nun Julia König (Löschzug Kemper) und Kassierer Markus Aland (Löschzug Angelmodde). Die Interessen der Werkfeuerwehren im Verband vertritt Markus Schwienheer.

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