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Viruserkrankung

Stadt Münster nimmt Affenpocken in den Blick

Münster

Aufregung um Affenpocken in Deutschland: Auch das münsterische Gesundheitsamt schaut genauer hin – zeigt sich aber vergleichsweise entspannt.

Von Dirk Anger

Affenpocken: Dieses Bild aus dem Jahr 1997 entstand während einer Untersuchung eines Affenpockenausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DRC), dem früheren Zaire, und zeigt die Handflächen eines Affenpockenpatienten. Foto: dpa

Die ersten Fälle von Affenpocken in Deutschland beschäftigen auch das Gesundheitsamt Münster. Man stehe in Kontakt mit dem Landeszentrum Gesundheit und halte sich kontinuierlich auf dem Laufenden, hieß es auf Anfrage unserer Zeitung. Alle Fachleute seien inzwischen durch die mediale Berichterstattung und durch Fachinformationen sensibilisiert, so die weitere Auskunft.

Münster scheint bislang indes noch von einem Affenpocken-Fall verschont zu sein, wie die Stadt jedenfalls am Montagvormittag bestätigte: „Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht eine Arzt- und eine Labor-Meldepflicht. In der Stadt Münster ist bislang kein Fall bekannt geworden.“

Stadt beruhigt: Übertragung von Mensch zu Mensch selten

Zugleich beruhigt die Stadtverwaltung mit Blick auf die Ausbreitung der Krankheit: Übertragungen von Mensch zu Mensch seien selten. Dazu sei ein ein relativ enger Kontakt beispielsweise über eine Schmierinfektion erforderlich. „Diese Viruserkrankung hat somit nicht das Ausbreitungspotenzial wie eine Grippe oder wie eine Coronainfektion“, teilte das Amt für Kommunikation mit.

Impfstoff und Medikament vorhanden

Die Affenpockenviren unterscheiden sich demnach von den Menschenpockenviren, die seit vielen Jahren in der Natur ausgerottet sind. Die Krankheitsschwere werde nach den bisherigen Erfahrungen als deutlich geringer als bei den Menschenpocken eingestuft. „Es gibt einen in der EU zugelassenen Impfstoff und ein für die Therapie zugelassenes Medikament.“

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