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Regeln am Wochenende

Stadt sperrt Gelände am Aasee erneut ab

Münster

Keine Lockerungen am Aasee: Die Stadt kündigt an, auch am kommenden Wochenende wieder die zur Altstadt hin liegenden Flächen des Aasee zu sperren. Jetzt steht auch fest, bis wann die Regeln mindestens gelten sollen.

Von Ralf Repöhler und Klaus Baumeister

Die Polizei fordert an den Wochenenden die Menschen um kurz vor 21 Uhr auf, den Aasee zu verlassen. Foto: hpe

Kein Pardon! Für Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer gibt es am Aasee keinen Anlass zur Entwarnung. Der öffentliche Raum werde weiter mit hoher Aufmerksamkeit beobachtet. „Das gilt nicht zuletzt für die Autoposer- und Raserszene“, sagt Heuer. Das heißt im Klartext: Am Freitag und Samstag (26./27. Juni) werden ab 21 Uhr erneut die Flächen am alten Aasee – von der Bastion über die Aaseeterrassen bis zur Grünfläche an den Kugeln – gesperrt. „Die derzeit geltenden Regeln am vorderen Aasee, insbesondere das Verweilverbot, sind wirksame Maßnahmen, die auch an den kommenden Wochenenden weiter gelten werden“, sagt Heuer. Die Null-Toleranz-Strategie soll vorerst bis zum 18. Juli gelten.

Sommernächte liefen aus dem Ruder

Gleich mehrere Sommernächte waren am Aaseeufer aus dem Ruder gelaufen. Die Folge waren Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Widerstandshandlungen durch vornehmlich jüngere Männer aus dem weiteren Umland. Erste härtere Maßnahmen wie ein Glasverbot, das Sperren von Wegen, eingeschränktes Grillen und das Herunterregeln lauter Musik brachten zwar eine Verbesserung, dennoch kam es erneut zu Angriffen auf Ordnungskräfte mit Flaschenwürfen und Zünden von Pyrotechnik.

Der Rat verurteilte in seiner Sitzung am Mittwochabend die Vorgänge der vergangenen Wochen sehr scharf. Der CDU-Ratsherr Stefan Leschniok sprach von einem „Mob“, der nachts gewütet habe und dem man sich entgegenstellen müsse. „Wir lassen uns den Aasee nicht nehmen.“

Probleme sind nicht neu

Nach Ansicht des SPD-Fraktionschefs Marius Herwig sind Probleme am Aasee nicht neu. Laut der vorliegenden Informationen hätten die Ausschreitungen in diesem Sommer aber „eine andere Qualität als in den Jahren zuvor“. Auch Oberbürgermeister Markus Lewe sprach von einer zuvor nicht gekannten Aggressivität.

Auf Initiative der FDP war ein Maßnahmenkatalog erstellt und auch verabschiedet worden – parteiübergreifend.

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