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2700 Ukrainer nach Münster geflüchtet

Stadt löst Ukraine-Krisenstab auf

Münster

Am heutigen Mittwoch hat der Ukraine-Krisenstab zum vorerst letzten Mal getagt. In den drei Monaten seit Ausbruch des Ukraine-Krieges hatte er den Aufbau von über 2000 städtischen Unterkunftsplätzen organisiert.

Die Bürgerschaft in Münster nahm von Anfang an Anteil an der ukrainischen Bevölkerung – wie hier mit Kerzen und Solidaritätserklärungen, die auf der Rathaustreppe abgelegt wurden. Foto: Stadt Münster

Am heutigen Mittwoch (8. Juni) hat der Ukraine-Krisenstab zum 19. und vorerst letzten Mal getagt. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt, hat der  Krisenstab der Stadt Münster in den drei Monaten seit Ausbruch des Ukraine-Krieges den Aufbau von über 2000 städtischen Unterkunftsplätzen organisiert. „In einer Stadt wie Münster, wo der Wohnraum besonders knapp ist, war das die größte Herausforderung für den Krisenstab“, so dessen Leiter Wolfgang Heuer. Hinzu kommen mehr als 1300 private Unterkunftsplätze, die von den Bürgerinnen und Bürgern in Münster bereitgestellt worden sind.

Wolfgang Heuer: „Die Arbeit für die Geflüchteten ist damit natürlich nicht beendet. Aber nachdem der Krisenstab die wesentlichen Weichen gestellt und alle notwendigen Verfahren auf den Weg gebracht hat, können wir die weiteren Aufgaben jetzt an die üblichen Zuständigkeiten in der Verwaltung übergeben.“

Nach rund drei Monaten schließt der Krisenstab „Ukraine“ seine Arbeit ab. Foto: Stadt Muenster Presseamt Britta Roski

Heuer nutzte die letzte Krisenstabssitzung für einen Dank an die Mitglieder, zu denen Vertreter verschiedener städtischer Ämter und der lokalen Hilfsorganisationen gehört haben. „Mein besonderer Dank gilt der münsterschen Bürgerschaft, die auch in dieser Krise große Solidarität gezeigt und die Arbeit des Krisenstabes mit einer überwältigenden Hilfsbereitschaft unterstützt.“ Dazu gehören auch Spenden hiesiger Einrichtungen und Unternehmen für die von der Stadtverwaltung durchgeführten Großtransporte mit ca. 80 Tonnen Hilfsgüter, die schon am 4. März zum ersten Mal von Münster gen Lublin gestartet sind.

Bis heute sind rund 2700 Ukrainerinnen und Ukrainer nach Münster geflüchtet, der weitaus größte Teil davon sind Frauen und Minderjährige. Für wehrpflichtige ukrainische Männer gilt in der Ukraine ein weitgehendes Ausreiseverbot. Vor besondere Herausforderungen stellt die Ukraine-Krise auch die städtische Sozialverwaltung, die – oftmals mithilfe von Dolmetschenden – die rechtlichen Hilfsansprüche der Geflüchteten sicherstellen.

Die ersten 24 Ukrainer kamen am 2. März nach Münster

Schon am 27. Februar, also nur drei Tage nach Ausbruch des Krieges, hatte Oberbürgermeister Markus Lewe den Krisenstab einberufen, der am Folgetag zum ersten Mal zusammenkam. Die ersten 24 Ukrainer trafen am 2. März in Münster ein. Am gleichen Tag waren auf den städtischen Webseiten die wichtigsten Informationen für Geflüchtete und Helfende zunächst in deutscher, dann auch in ukrainischer Sprache aufbereitet und eine städtische Hotline nahm ihre Arbeit auf.

Video „Ukraine-Krisenstab in Münster wird aufgelöst“ in Kooperation mit dem WDR:

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