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Weniger Kirchenaustritte als im Jahr 2019

Stadtdechant sieht keine Trendwende

Münster

In Münster sind im Jahr 2020 etwas weniger Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten als im Jahr 2019. Für Stadtdechant Jörg Hagemann ist das aber kein Grund, von einer Trendwende zu sprechen.

Stadtdechant Jörg Hagemann Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ladermann

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im Stadtdekanat Münster im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr gesunken: 1717 Katholiken erklärten ihren Austritt, das waren 318 weniger als im Vorjahr, berichtet das Bistum in einer Pressemitteilung.

Es sei aber – trotz der Corona-Pandemie – dennoch die zweithöchste Zahl an Austritten, die bisher in einem Jahr festgestellt wurde. Von einer Trendwende möchte Stadtdechant Jörg Hagemann nicht sprechen. „Dieses Jahr holt uns die Wirklichkeit mit, soweit wir das im Moment wissen, deutlich höheren Austrittszahlen wieder ein.“ Er betont mit Blick auf die regionalen Zahlen der kirchlichen Statistik, die das Bistum Münster am Mittwoch veröffentlicht hat: „Diese Austritte aus unserer Kirche schmerzen mich sehr.“

22 Personen kamen zurück in die Kirche

22 Personen, die sie früher einmal verlassen hatten, traten im Stadtdekanat Münster im vergangenen Jahr wieder in die katholische Kirche ein, hinzu kamen 15 Eintritte aus anderen christlichen Konfessionen. Durch die Taufe in die Kirche aufgenommen wurden 2020 im Stadtdekanat 571 Menschen, 415 weniger als 2019. Die Katholikenzahl lag Ende des vergangenen Jahres bei 138 515 (2019: 140 960).

Rückgang auch bei Erstkommunionen und Hochzeiten

Einen deutlichen Rückgang gab es im vergangenen Jahr auch bei den Menschen, die sonntags die Messe mitfeiern. 2020 waren es 6929 und damit 5013 weniger als im Vorjahr. Aufgrund der Corona-Pandemie war die persönliche Teilnahme an Gottesdiensten lange nur sehr beschränkt bis gar nicht möglich. Massive Rückgänge gab es aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie auch bei Erstkommunionen (2020: 762; 2019: 967), Firmungen (2020: 346; 2019: 645) und kirchlichen Trauungen (2020: 73; 2019: 281). In etwa gleich geblieben ist die Zahl der Bestattungen (2020: 1224; 2019: 1197).

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